"Ringsdichrüm"
(W)EIS(s)KALTES Weismain
Weismain, das Tor zur Fränkischen Schweiz
Die fränkische Kleinstadt liegt am Rande des nördlichen Frankenjuras und ist umgeben von bizarr geformten Kalksteinfelsen, tief eingeschnittenen Tälern, Hochflächen und bewaldeten Bergrücken. Erholungssuchenden bietet diese reizvolle Gegend viele Wander- und Ausflugsziele.

Mit einer Inversion zeigt sich das schöne Weismain bei Minus 13 Grad am Morgen des 8. Januars.



Erstmalig wird Weismain im Jahr 800 in einer Urkunde des Klosters Fulda erwähnt. Allerdings war das Land um Weismain bereits in der Steinzeit besiedelt. Erste Einzelfunde aus dem Philippenloch bei Wallersberg und aus Kleinzeigenfeld stammen aus der Zeit um 80000 vor Christus. 1632 beginnt der Dreißigjährige Krieg und wirkt sich unmittelbar aus Weismain aus. Die Vorstädte werden dabei niedergebrannt. 1641 wehrt sich die Stadt gegen eine schwedische Belagerung und erbeutet 14 Kanonen. Die Weismainer Einheit bestand hauptsächlich aus Bauern. Einer Sage nach zog man mit Handwerkszeug und anderem Gerät von der Burg Niesten in Weismain ein und verursachte einen solchen Lärm, daß die Schweden einen kaiserlichen Truppenanmarsch befürchtete. Aus Dankbarkeit findet heutzutage noch am 15. August jeden Jahres die Schwedenprozession statt.
Zur Stadt Weismain gehören seit der Gebietsreform 34 weitere Stadtteile.

Zur Kreuzkapelle führt ein Kreuzweg mit 7 Bildstöcken aus Sandstein, sie wurde 1702 bis 1705 von Hans Michael Schrimlinhard erbaut.


Möglichkeiten wunderschöne Spaziergänge in herrlicher Natur zu machen, gibt es en Massé.


Gut erhaltene Befestigungsanlagen umgeben die Stadt. Hier die Stadtmauer aus dem 14. Jahrhundert und dem runden Turm beim Kastenhof von 1517.


Die Pfarrkirche St. Martin ist eine dreischiffige Halle aus dem 15 Jahrhundert, mit eingezogenem Chor, dem Turm erbaut um 1500, und seinen Umbauten von 1890/91.

Viele der Häuser rund um den Weismainer Marktplatz weisen Bausubstanz des 16. Jahrhunderts auf. Die Obergeschosse bestehen meist aus Fachwerk und stammen aus dem 17. oder 18. Jahrhundert. Allen Gebäuden gemeinsam ist das vollständig aus Sandsteinquadern errichtete Erdgeschoss mit häufig rundbogigem Eingangstor.


Um 1543 wird das ältere Neydeckerhaus gebaut. Die Stadt erwirbt das Haus 1765 aus dem Besitz des Klosters Langheim und nutzt es seitdem als Rathaus.

Am Rathaus verewigt, der berühmte Sohn der Stadt: Mauriutius Knauer, geb in Weimain 1613, Zist.Abt in Langheim von 1649 - 1664, Dr. Theol, Arzt, Astronom und Autor des 100-jährigen Kalenders. 1630 traut Knauer ins Kloster ein. Weniger Jahre später wurde er zum Schutz vor Kriegshandlungen in das österreichische Zisterzienserkloster Heiligenkreuz geschickt. Als Priester nach Langheim zurückgekehrt übernahm er das Amt des Subpriors. 1652 ließ der Bamberger Bischof ihn verhaften und hielt ihn zwei Monate gefangen, nachdem er sich als Verteidiger der Rechte seines Klosters stellte. Mit der Erarbeitung des Calendarium Oeconomicum Perpetuum Practicum (Hundertjähriger Kalender) sollten seine Mönche in die Lage gesetzt werden, das Wetter vorherzusagen.


Das Pfarrhaus wurde von Giovanni Bonalino von 1612 bis 1623 erbaut.

Der Kastenhof wurde in den Jahren 1701 bis 1703 nach Plänen von Leonhard Dientzenhofer errichtet. In den historischen Räumen befindet sich neben der Stadtbücherei St. Martin, das Nord-Jura Museum. Schwerpunkte der Ausstellung sind die Entstehung der Jura-Landschaft, die Wehrhaftigkeit, der Dreißigjährige Krieg, die konfessionelle Zersplitterung sowie die wirtschaftlichen Erwerbszweige in dieser Region (Brauereien, Schäferei, Nutzung des Wassers für Mühlen, Fischerei und Textilhandwerk).

Das Rathaus und die Stadtpfarrkirche St. Martin

Blick auf Bernreuth

Stadtführungen können übrigens jederzeit vereinbart werden. Bei Interesse kan man sich an die Touristinformation (09575-921329) wenden. Außerdem erhält man dort kostenlos den "Stadthistorischen Rundgang", ein Faltblatt welches eine Vielzahl von Informationen interessanter Gebäude und sehenswerte Baudenkmäler enthält.