"Ringsdichrüm"

Veitsberg - Wallfahrtskirche St. Veit-Kapelle - Am Dornig

Unsere Heimat

Vom Parkplatz bei Dittersbrunn ist es knapp 1 km bis zur St.-Veit-Kapelle am Veitsberg, der eigentlich Ansberg heisst. Mit der kürzlichen Freiholzung um das Plateau entbietet sich jetzt ein wunderbarer Rundumblick vom Giechburg und Gügel über Bamberg, den Haßbergen, der Rhön, den Eier- und Banzbergen, den Thüringer- und Frankenwald und natürlich wie in Bilderbuchform zum Staffelberg.Stellt sich die Frage: Hat der Dichter Viktor von Scheffel den Ansberg auch mit diesem herrlichen Rundumblick erlebt! In jedem Falle muss er den Ansberg mit seiner Veitskapelle kennen gelernt haben, als er 1859 für einige Monate in Banz veweilte. In seiner dichterischen Freiheit hat er ja bekanntlich in seinem Gedicht die „Wanderfahrt“ – dem späteren Frankenlied – den Hl. Veit zum Staffelberg verlegt.

Dittersbrunn

Die Baumgruppe, die 19 Linden umfasst, zählt als größte geschlossene Lindengruppe in Europa und umschließt die Filial- und Wallfahrtskirche St. Veit. Blättert man in der Geschichte des Veitsberges, so ist das Jahr 1087 ein markantes Datum. Der Berg war zu dieser Zeit der Ansitz eines edelfreien Geschlechtes mit einem Gozwin de Ansperce. Nochmals 1319 wird das „Castrum Ansberge“ genannt. Spätere Beurkundungen fehlen. Eine älteste St. Veits-Kapelle anstelle der Burg Ansberg 1417 genannt, ist möglicherweise aus dem angeblich schon 1270 erwähnten Schloßbenefizium hervorgegangen.

1717-20 wurde die heutige Barocke Kirche nach den Plänen von Johann Dientzenhofer errichtet. Viele hilfesuchende Pilger führte der Weg nicht nur in diese Kirche, sondern schon in die Vorgängerkapelle. Sie brachten reiche Geschenke mit, die der Kirche nach erhörten Gebet vermacht wurden. Der heilige Vitus ist einer der vierzehn Heiligen. Wie oben genannt, war der Heilige Vitus wohl schon Patron in der Burgkapelle und wurde deshalb auch Patron des heutigen Kirchleins. Nach vielen Gnadenbeweisen entwickelte sich eine Wallfahrt zum heiligen Veit. Von der mittelalterlichen Kirchenausstattung sind beispielsweise 2 Kirchenglocken übrig geblieben. Die Ausstattung macht die Kapelle zu einem barocken Kleinod. Bekannte Künstler, wie beispielsweise der Bildhauer Johann Leonhard Goldwitzer, wirkte um 1724 am Hochaltar mit. Keineswegs ist die Kapelle unbelebt. Die Ditterbrünner schätzen ihr Kirchlein und es werden dort von Zeit zu Zeit auch Gottesdienste abgehalten.

"Lieber Wanderer blick hinein und lege auch Dein Scherflein ein"

Der Blick ist an diesem Sonntagnachmittag allerdings leider nur durch ein kleines Guckloch gestattet.

 

Herrliche Ausblicke auf Schloß Banz und Bad Staffelstein.

Leicht zu erreichen (ca. 2 km) ist das Naturfreundehaus am Dornig. Es wurde 1948-50 als Vereinsheim des Touristenvereins "Naturfreunde" erbaut. Das Vereinsheim ist Wanderstützpunkt und hat sich zu einem Beherbergungs- und Gastronomiebetrieb entwickelt.

Fast auf gleicher Höhe: Der Staffelberg. Dort wurde am Südhang über Jahrhunderte Wein angebaut. Die letzte große Weinernte fand 1956 statt.

Lange, endlose Wanderwege.

Blick auf den Weiler Sträublingshof.

Die Wegkapelle vom Weiler Sträublingshof trägt das Jahreszeichen 1849 und die Initialien "VK". Sträublingshof war ehemals eine Kutschenstation, welche dem Zistersienserkloster Langheim anhängig war.

Im Internet: Die Wanderwege um den Markt Ebensfeld


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