"Ringsdichrüm" Bad Staffelstein
"Wohl auf, die Luft geht frisch und rein...", die Wanderfahrt von Viktor von Scheffel kennen viele. Heute ist die Moderne an Bad Staffelstein nicht vorüber geganngen: Durch die Erschließung der wärmsten Thermalsole Bayerns ist die Voraussetzung geschaffen, daß sich das Städtchen am Fuße des Staffelbergs auch als wahrer Gesundheitsbrunnen präsentieren kann.


Der Stadtturm, früher auch Bamberger Tor genannt, wurde 1422 zusammen mit der Stadtmauer erbaut. An den Stadtturm schließt sich die "Alte Darre", einst Trockenböden, an. Die Stadtpfarrkirche St. Kilian ist das älteste Bauwerk. 1485 wurde sie fertiggestellt und von 1724 bis 1731 erweitert. 1726 fertigte Johann Friedrich Hübner den Hochaltar, Sebastian Reinhard das Altarblatt, welches die Darstellung die Geburt Mariens zeigt.



Die Annakapelle, erstmals 1456 genannt, brannte 1684 ab. Steinmetz Finkel baute sie von 1690 bis 1694 wieder auf. Die barocke Bemalung der Decke ist in der ursprünglichen Form leider nicht mehr vollständig erhalten. Der Kruzifikus an der Außenwand ist um 1600 entstanden.


Das Bad Staffelsteiner Wahrzeichen: Das Rathaus ist beim Stadtbrand 1684 abgebrannt. 1685 wurde es nach Plänen von Jacob Pless wieder aufgebaut und in der bis heute erhaltenen Form seiner Bestimmung übergeben. Vor dem hohen Schieferdach erhebt sich ein Zwerchhaus mit Uhr, deren Zifferblatt von Ranken und schwebgenden Engeln umgeben ist. Im Giebelfeld ist das Wappen des Hochstifts Bamberg zu sehen.


Adam Ries(e) wurde 1492 in Staffelstein geboren. Über seinen Schulbesuch ist leider nichts Sicheres bekannt. 1509 hält er sich zusammen mit seinem Bruder Conrad in Zwickau auf, der dort die hochangesehene Lateinschule besucht. Ries wird 1518 in Erfurt sesshaft. Sein 1. Rechenbuch wird fertiggestellt. Ries siedelt um nach Annaberg im Erzgebirge, schreibt weitere Rechenbücher und verstirbtdort im Jahre 1559.




Bayerns wärmstes und stärkstes Thermalsolbad, die Obermain-Therme wurde 1985 eröffnet. Seit 1994 bietet die Therme 1600m² Wasserfläche. Das Wasser kommt aus 1600m Tiefe mit einem Solegehalt von 9%. Wassertemperaturen der Becken 28° - 36° C. Solegehalt 1,5 - 4%.


Zum Verweilen lädt der 1999 eröffnete Kurpark mit den Gradierwerken, Wasserspielen und Seebühne ein.



Durch herabrieselnde Sole wird die Luft in der Nähe der Gradierwerke mit Salz angereichert, so daß Wassertröpfchen Partikel in der Luft binden. Dies wirkt sich ähnlich wie bei der Seeluft positiv, bspw. bei Pollenallergikern und Asthmatikern aus.




