"Ringsdichrüm": Der Staffelberg - 539 m

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Frankens heiligster Berg : Der Staffelberg. Ein vorgeschichtliches Hochplateau, einst von Kelten besiedelt, zieht heute zahlriche Wanderer und Touristen an. 539 m liegt er über den Meeresspiegel. Der markante, weithin sichtbare Staffelberg ist ein Zeugenberg, der der Fränkischen Alb vorgelagert ist.

Er erhebt sich südöstlich der Stadt Bad Staffelstein im Landkreis Lichtenfels 280 Meter über dem Maintal. Der Staffelberg ist mit seinen ca. 540 Metern über NN eines der beliebtesten Ausflugsziele der Region. Seine Besonderheit verdankt der Berg seinem Hochplateau.

Schon zur jüngeren Steinzeit, zur frühen Bronzezeit, zur Urnenfelder- und zur späteren Hallstattzeit, also vom 4. bis zum 1. Jahrtausend v. Chr. war er immer wieder besiedelt.

 

Ausgrabungen in jüngerer Zeit haben die bisherige wissenschaftliche Vermutung zu einer an Sicherheit grenzenden Wahrscheinlichkeit erhärtet, wonach es sich um die keltische Stadt Menosgada handelte, die in der Geographie des römischen Imperiums und der angrenzenden Gebiete des Griechen Claudius Ptolemäus (85–160 n. Chr.) erwähnt wird. Menosgada ging um ca. 30 v. Chr. aus unbekannter Ursache zugrunde.

 

Im Mittelalter wurde auf dem Plateau eine Kirche zu Ehren der heiligen Adelgundis (auch Aldegundis) errichtet. Ein spätgotischer Kirchenbau wurde im Bauernkrieg von 1525 zerstört. Unter Verwendung der Ruine wurde die Kirche nach dem Dreißigjährigen Krieg neu erbaut und 1654 geweiht.

Neben der Kirche wohnten von 1696 bis 1929 Eremiten. Der bekannteste Eremit war Ivo Hennemann (1823–1900), der als Einsiedelmann in Joseph Victor von Scheffels Gedicht Wanderfahrt (heute bekannt als Frankenlied) vorkommt.

Die heilige Adelgundis ( bzw. Aldegundis), im christlichen Glauben erzogen vernahm sie als junges Mädchen eine Stimme: Suche dir keinen anderen Bräutigam als den Sohn Gottes! Als 13-Jährige wurde sie dem Sohn des englischen Königs Cudo versprochen, doch bevor ihre Eltern Aldegundis zu dieser Ehe zwingen konnten, verstarben sie. Der Königssohn jedoch verfolgte seine Braut, aber Aldegundis entkam ihm, weil ein Engel sie über die Fluten eines Flusses geleitete. Auf ihr inständiges Bitten hin nahm der heilige Bischof Amandus sie 651 in ein Kloster auf. Bald danach nahm Aldegundis all ihr Hab und Gut und gründete das Kloster Maubeuge, dessen Äbtissin sie wurde. Den Rest ihres Vermögens verteilte sie an Arme. Bei der Weihe zur Äbtissin soll eine Taube den Schleier auf ihr Haupt gelegt haben. Eine Kerze, die umfiel und erlosch, als sie mit ihrer Schwester in ein geistliches Gespräch vertieft war, entzündete sich von selbst, als sie sie wieder in die Hand nahm. Als Aldegundis an Krebs erkrankte, ertrug sie die Schmerzen mit großer Geduld bis sie 54-jährig am 30. Januar 684 entschlief. Die Reliquien der hl. Aldegundis liegen heute in der Pfarrkirche in Maubeuge. Die heilige Aldegundis wird häufig zu den Nothelfern gezählt und angerufen bei Fieber, Krebserkrankungen und allgemeiner Todesgefahr.

Der Spitzberg links - rechts Lerchenberg.

Blick auf Vierzehnheiligen

 

Schloss Banz

Ein stetiges "Auf und Ab" an einem Sonn(en)tag am Staffelberg.

Spitzberg - Lerchenberg: Ein Biotopverbundprojekt. Die Wiedervernetzung der Trockenlebensräume von Spitzeberg und Lerchenberg ist eines der wichtigsten Verbundprojekte in ganz Oberfranken. Es ist ein wichtiger Baustein des europäischen Schutzgebietssystems "Natura 2000", sowie des Bayerischen Biotopverbundsystems "BayernNetz Natur". Beispielhaft werden so im Landkreis Lichtenfels die Ziele des "Arten- und Biotopschutzprogramms" umgesetzt. Mehr als 330.000 qm Fläche stehen dafür zur Verfügung. Mit der Umsetzung der Maßnahmen zur Verwirklichung des Biotopverbunds begann der Landschaftspflegeverband Landkreis Lichtenfels e.V. im Jahr 2006.

Blick vom Spitzberg auf den Staffelberg


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