"Ringsdichrüm" - Schloß Hohenstein

Das Schloß Hohenstein liegt im Örtchen Hohenstein, auf einem bewaldeten Sandstein-Felsrücken, und gehört zur Gemeinde Ahorn im Landkreis Coburg.

Eine Burg Hohenstein wurde 1306 erstmals urkundlich erwähnt, sie war im Besitz der Gräfin Jutta von Henneberg. 1456 wurden die Herren von Lichtenstein mit der Burg Hohenstein belehnt, die sie bis 1763 innehatten. Die mittelalterliche Anlage lag etwas östlich des heutigen Schlosses und war verhältnismäßig klein. Dem Bauernkrieg 1525 fiel sie zum Fall und brannte bis auf die Grundmauern nieder.

Ein Teil des quadratischen Turmes der südlichen Vorburg ist als Ruine neben der Schlosskapelle erhalten geblieben.

Die alte Anlage wurde nicht wieder aufgebaut, sondern stattdessen entstand ein Neubau im Stil eines Renaissanceschlosses in der zweiten Hälfte des 16. Jahrunderts unter Michael von Lichtenstein, Dompropst zu Bamberg. Erneut hohe Schäden erlitt Schloss Hohenstein im Dreißigjährigen Krieg.

Philipp Ernst Freiherr von Imhof erwarb das Schloss 1763 und legte den Schloßpark an. Im Dritten Reich wurde das Schloß an die Reichspost verkauft, die dieses als Erholungsheim nutzte, nach dem Zweiten Weltkrieg befand sich darin ein Altenheim. 1976 wechselte Schloß Hohenstein den Besitzer.

Oskar Hacker aus München hatte das Schloß käuflich erworben. Zwischen 1989 und 1996 wurde es grundlegend restauriert.


Östlich schließt sich die noch gut erhaltene Wehrmauer mit Wehrgang an. Teilweise ist sie auch in den sich südlich anschließenden Neubau aus dem 19. Jahrhundert integriert. Diesem dient ein aus dem 16. Jahrhundert stammender Rundturm mit der Inschrift eines gewissen Wilhelm von Lichtenstein aus dem Jahre 1567 als Treppenturm.

Daran angebaut ist die mittelalterliche Torhaus mit einem einfachen Tor, das nicht weiter durch Befestigungsanlagen geschützt ist. Die Nordwestecke des Schlosses wird von dem Herrenhaus eingenommen, das in Teilen auf das 18. Jahrhundert, in Teilen auf die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts zurückgeht


Besteigen darf man den Turm leider nicht mehr, er ist von wegen möglicher Einsturzgefahr geschlossen.


Die Schloßkapelle wurde in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts erbaut. Das rechteckig angelegte Gotteshaus schließt nach Osten ab. Im inneren präsentiert sich die kleine Kirche als durchgehender Raum mit schlichter Holzdecke. Die Kapelle befindet sich heute noch im Familienbesitz der von Imhof.



Durch das Tor gelangt man in den Schloßhof.

Seit 1996 verpachtete Hacker sein Schloss an die Hotelbetriebsgesellschaft Kötterl & Wandt, die es als Schlosshotel mit gehobener Gastronomie weiterführt.

Das Hauptgebäude des Schlosses ist der so genannte Lichtensteinbau, benannt nach seinem Bauherrn Michael von Lichtenstein. Laut Inschrift über dem Eingang wurde er 1571 vollendet.

Im Winter genauso schön, wie im Sommer. Der Innenhof des Schlosses.

Und last but not least: Zu einem Märchenschloß gehört natürlich ein Märchenwald

und selbstverständlich richtige Reitersleut. Auf Wiedersehen auf Schloß Hohenstein.