"Zum Anker"

(Foto: 1930-40)

Wenn man in der Ortschronik zurückblättert, war es Johann Nikolaus Gick, der im Jahre 1810 als neuer Gastwirt in Schwürbitz ins Rampenlicht stieß. Er war ein vielseitiger Mann, der in den einschlägigen Urkunden als Bauer und Brauer, als Metzger und Gastwirt, als Holzhändler und Floßherr verzeichnet steht. Auch er war dem Main (wie weitere Schwürbitzer Gastwirtschaften damals) verschworen. Auch er mit prallem Geldbeutel, mit hellwachen Sinnen, mit jugendlichen Schwung, so die Aufzeichnungen von Heimatforscher Heinrich Schrepfer. Obwohl der Gasthof weit vom Main abgelegen war, nannte Johann Nikolaus Gick sein Gasthaus „Zum Anker“.
Als Johann Niklolaus Gick vor 198 Jahren das Haus erwarb, ging es um etliche Hundert Gulden „aus geistlicher in weltliche Hand über“ und wurde ein bis zum 31. Juli 2008 bekanntes Gasthaus.
Der Enkel des Johann Nikolaus Gick, Ernst Gick, baute später an sein Anwesen einen Tanzsaal an, der wie der „Saal Rauch“ (Heute „Zum Hirschen“) eine wichtige Stätte des geselligen Lebens der Ortschaft wurde. Obgleich die Flößer auf dem Weg „Zum Anker“ an weiteren Gasthäusern vorbeimussten, fanden  diese ihren Weg zu ihm. Was die Zunftgenossen bieten konnten, bot auch er. Er schlachtete selbst, braute selbst und baute für seine Gäste eine zünftige Kegelbahn.
Das Obergeschoss bot reichlich Platz für Übernachtungen und war immer voll. Als er sich dann noch eine Frau aus dem Coburgischen holte, die mehrere Wagen voll Aussteuer mitbrachte und gut kochen konnte, war der Erfolg des Hauses garantiert. In  den letzten Jahrzehnten wurde das Lokal „Zum Anker“ von Andreas Gick, dann von seiner Frau Berta Gick geführt, bis es dann nach weiteren Pächtern 1986 die Familien Hubertus Vogler/Monika Graupe-Weigand bis zum 31. Juli 2008 vorzüglich bewirteten.
hh

(Foto 50er Jahre)

 

 

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