"Dä Schwörbetzer Dialeggd"
"Ich mouch mei Sprouch"
von der Heimatdichterin Gabriele Freitag aus Schwürbitz
"Ich mouch mei Sprouch, sie klingt su schö,
ich bin daham, wenn ich sie höh
viel iß schö veschwunden, deß muß me souch
ve unre altn Muddesprouch.
Wie schö klingt doch a "Grüß dich Gott"
oue "Fregge mußt schö wiede fott?"
wenn dä Mooh ze öfft nein Wettshaus geht,
und sei Fra deß nier versteht.
A Wettshausgspräch im Dialekt
hott ann besonderen Effekt
denn deß Aane iß gewiss,
des Bier ölt Kiefe und Gebiss
und dou wädd nier lang geniert
dä Dialekt geht jetzt wie geschmiert
a jede läßt sei Goschn laaf
und es gibt es schönst Gewaaf.
Mei Mudde hot in Mundart gsunga
wenn sie mich aufn Arm genumma
ihr Heia, baia, wisch, wisch, wisch,
moring gibts gebackna Fisch
höhr ich heit nuch nei mein Ohr
und sings jetzt meina Enkl vor.
A Schermitzela Bruschta, wä kennt des nuch heit
woh dort ve uns Kinne a Seligkeit
die Oma hou ich blouß als Waba gekennt
und mein Opa ümme Grouße genennt
ze unre Puppn homme Doggela gsochtg
stott Kartoffelstampf hot die Mudde an Semet gekocht.
Am Freitouch hotts ghackta Geschn gaim
oue an arma Mooh, deß woh mei Läim
die Backesla wohn a Gedicht
und Kraut und Groupa mei Laibgericht -
die Waba woh mit ana Scholln Kaffäi auf dä Staffl ghockt
und hott ihr Labla eigebrockt.
A Lappn Schelln woh nuch ka Vebrechn
wosta frech, hosta doumit muß rechn
dä Vodde woh eß Schnellgericht
und schwupp hosta ahna auf die Goschn kriecht.
Am 6. Dezembe iß dä Heschaglous kumma
und hott die Greimaichela mitgenumma
und wenn me jetzt a bissela üben
iß hessen und gessn hüben und drüben.
Vielleicht fällt euch a nuch wos ei
donn schreimes a nuch dou mit rei
und wäh sein Dialekt nuch mouch
ko ab und zu a Wöttla souch."