"Schwürbitz" - Gab es einst einen Herrn Swürb?
Herr Swürb? Als Ortsnamensgeber?
Bei der Bayern1-Aktion "Örtlich mehr als wörtlich" geht Experte Dr. Wolf-Armin von Reitzenstein auf bayerische Ortsnamen auf die Spur. Er ist Namensforscher und hat seit vielen Jahren einen Lehrauftrag am Institut für Bayerische Geschichte an der Universität München. 40.000 bayerischen Ortsnamen hat er auf 20.000 Karteikarten festgehalten. "Zum Glück!" sagt der frühere Gymnasiallehrer für Deutsch, Griechisch, Geschichte und Latein, denn einmal ist ihm schon eine Festplatte mit dem Forschungsmaterial gecrasht... "Zum Glück!" auch für uns, denn Bayern1 fand unseren Namensvorschlag "Schwürbitz" so interessant, so das man dessen Ursprung nachforschte.
"Schwürbitz klingt hochinteressant! Was bedeutet das? "
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Dr. Wolf-Armin von Reitzenstein sagt dazu: "Ja, das ist auch nicht so einfach rauszukriegen, wenn man nicht weiß, daß in der Gegend in früher Zeit, vor vielen Jahrhunderten die Slawen gelebt haben. Das ist nämlich ein slawischer Name. Wenn wir die alten Formen da vergleichen, im Jahr 1303 habe ich die Schreibung "Swurbsz" gefunden , das wird zu "Swürbsz" und dann haben wir "Schwerbitz" und das wird also heute zu "Schwürbitz". |
"Swirb" oder "Sworb" das ist ein Personenname, der sich ein bisschen als Beiname versteht und was eigentlich zu dem Verb jucken gehört, also wenn man sich kratzt, wenn es einem juckt. Aber der Name ist dann zum Personenname geworden, und der Ableitungsteil ist die Nachsilbe "itzi". Das bedeutet also bei den "Leuten des Swurb" - das wird dann eben zu Schwürbitz verendet, weil man das andere, das slawische, nur schwer aussprechen konnte. Also, `die Leute des Swürb´."
