50 Jahre Blaskapelle Schwürbitz, 2007
Aus der Geschichte
Im Jahr 1957 fasste der damalige Pfarrer von Schwürbitz, Pankraz Bäuerlein, den Entschluss eine Musikkapelle aufzubauen. Einige mutige
Burschen erklärten sich daraufhin bereit, das Musizieren auf verschiedenen Blasinstrumenten zu lernen. Als erster Auftritt der
Blaskapelle Schwürbitz wird die Maiandacht in der Herz-Jesu-Kirche zu Schwürbitz am 4. Mai 1957 genannt. Mit Reinhold Aberle fand man den
ersten Dirigenten der Blaskapelle. Motiviert vom Ehrgeiz und Eifer, mit dem die ersten Musiker ans Werk gingen, kamen immer mehr junge
Leute zur Kapelle hinzu. Auf einem Foto aus dem Jahr 1958 sind bereits 14 Musiker zu erkennen. In den ersten Jahren spielte die
Blaskapelle meist bei Prozessionen und verschiedenen kirchlichen Anlässen. Nach und nach kamen auch weltliche Auftritte dazu.

Im Jahr 1963 wurde der Gründer und Motor der Kapelle, Pfarrer Pankraz Bäuerlein, nach Bamberg zur „Oberen Pfarre“ versetzt. Die guten Beziehungen wurden aber durch gegenseitige Besuche aufrechterhalten. Sein Nachfolger, Pfarrer Ansgar Drost, unterstütze von Anfang an die noch junge Kapelle. 1967 konnte das 10-jährige Gründungsjubiläum gefeiert werden. Aus diesem Anlass fand im Saal Rauch ein Jubiläumsabend mit Konzert statt. In eine schwere Krise geriet die Blaskapelle zu Beginn der 70er Jahre als Dirigent Reinhold Aberle sein Amt niederlegte. Glücklicherweise erklärte sich damals der Flügelhornist Martin Bauer bereit, den Dirigentenstab zu übernehmen. Der Fortbestand der Blaskapelle war wieder gesichert. In den Folgejahren konnte die erste Lautsprecheranlage und eine neue Uniform angeschafft werden. Eine bedeutende Veränderung brachte das Jahr 1978, als Oswald Kremer im Alter von erst 17 Jahren den Dirigentenstab übernahm. Am 24. April 1981 beschlossen die aktiven Musiker die Gründung eines eingetragenen Vereins. Seit der Vereinseintragung im Jahr 1982 unterstützen auch passive Mitglieder den Verein. Das Großereignis des Jahres 1982 war das 25-jährige Bestehen der Blaskapelle Schwürbitz. Auf dem Festplatz am Main wurde vier Tage lang ein Kreismusikfest gefeiert. In musikalischer Hinsicht steigerte sich das Leistungsniveau in den folgenden Jahren kontinuierlich. 1983 beteiligte man sich erstmals in der Vereinsgeschichte am Wertungsspielen des Nordbayerischen Musikbundes. 1984 wurde erstmals ein Osterkonzert veranstaltet. Der Erfolg spornte die Musiker derart an, dass das Osterkonzert bis heute im Jahresplan seinen festen Platz gefunden hat. In den Folgejahren kamen regelmäßige Konzertauftritte in der Rehaklinik Schwabthal und an der Obermain-Therme / Kurpark in Bad Staffelstein dazu. 1991 wurde die Bläserjugend gegründet. Deren Hauptaufgabe ist die außermusikalische Jugendarbeit. Zahlreiche Treffen, Partys und Ausflüge konnten seitdem die Jungmusiker begeistern. Im Jahr 1992 erhielten die Musiker eine neue Uniform. 1995 war die Blaskapelle erstmals live im Radio zu hören. In der Sendung „Grüße aus Michelau“ konnte man sich mit zwei Musikstücken präsentieren. Unter dem Motto „40 Jahre Blaskapelle Schwürbitz“ stand das Osterkonzert im Jahr 1997. Im Mai fand ein Fest- und Ehrungsabend anlässlich des 40-jährigen Bestehens im Saal Rauch statt. Im März 1998 war das Bayerische Fernsehen in Michelau mit einer Fernsehaufzeichnung zur Sendung „Jetzt red i“ zu Gast. Hier kamen die Schwürbitzer Musiker mit einem musikalischen Auftakt erstmals ins Fernsehen. Im August 1999 verstarb der Gründer der Blaskapelle Schwürbitz, Geistlicher Rat Pankraz Bäuerlein, im Alter von 90 Jahren. Das neue Jahrtausend brachte eine neue Idee für die Probenarbeit zum Osterkonzert. Erstmals gingen die Musiker für 3 Tage ins „Trainingslager“ nach Wunsiedel. Das Probenwochenende in der dortigen Jugendherberge wurde ein voller Erfolg. Zum Transport der Musikanlage wurde im Jahr 2000 ein eigener Pkw-Anhänger angeschafft. Große Ereignisse bedürfen einer guten Vorbereitung: Bereits in der Generalversammlung 2004 wird ein Festausschuss für das bevorstehende Jubiläum 2007 gewählt, nachdem man sich entschlossen hatte ein Bundesbezirksmusikfest durchzuführen. Das Jahr 2005 stand unter dem Motto „825 Jahre Schwürbitz am Main“. Das Osterkonzert bot zu diesem Jubiläum eine Besonderheit: Das eigens für die Schwürbitzer Blaskapelle arrangierte „Schwürbitzer Lied“ wurde während des Konzertes uraufgeführt. So manche neue Idee entstand aus einer Bierlaune heraus: So auch die Idee, zusammen mit den Marktzeulner Musikern ein Gemeinschaftskonzert zu veranstalten. Die Musiker wurden zu einem großen Orchester vereinigt. Im September 2006 fand dann unter dem Motto „Weil Musik verbindet“ ein Open-Air-Konzert vor der Schwürbitzer Herz-Jesu-Kirche statt.

Das Osterkonzert 2007
Festlich geschmückt, voll besetzt und von Blumenduft durchströmt, präsentierte sich am Ostersonntag wieder die Schwürbitz Konzerthalle, in der eine gut aufgelegte Blaskapelle Schwürbitz ein eindrucksvolles Konzert ablieferte. Am Beginn des Konzertes marschierten die Musiker ein, gefolgt von ihrem Dirigenten, der für den ersten Teil zuständig war – Holger Fischer.
Vorsitzender der Blaskapelle Oswald Bauer begrüßte die vielen Zuhörer zum 20. Jubiläumskonzert im 50jährigen Jubiläumsjahr. Begrüßt wurden Erster Bürgermeister Helmut Fischer, Zweiter Bürgermeister Klaus Krügel sowie dritter Bürgermeister Paul Habich, Schirmherr und Landrat Reinhard Leutner. der Vizepräsident des Nordbayerischen Musikbundes Herbert Lorenz, Kreisvorsitzender Horst Sünkel, Vereinsvertreter der Schwürbitzer Ortsvereine sowie Schützenfreunde der königlich privilegierten Scharfschützen Lichtenfels, des Schützenvereins Neuensorg. Zum Schützenverein Neuensorg haben die Schwürbitzer Musikanten ein ganz besonderes Verhältnis, sind sie doch dieses Jahr zum 33. mal zum Schützenfest bestellt und machen Musik. Ferner waren anwesend Hans Schimmel, welcher einige der Jungmusiker ausgebildet hat sowie der Hausarzt und Freund Roland May, Alois Dechant – alter Weggefährte und Gönner der Kapelle.
Oswald Bauer machte in seinem Grußwort Geschmack auf die Überraschungen des Abends. Als erstes einmal sei die Uniform der Musiker neu, es wurde eine Festschrift unter der Leitung von Kathrin Hofmann und Markus Heid erstellt und das Programm und die einzelnen Musikstücke würden glänzen. Conferencier Michael Beck übernahm in gewohnt gekonnter Manier das Mikrophon und spannte den Bogen vom 1. Osterkonzert bis hin zum diesjährigen. Er verwies auf das Programm und stimmte das Publikum auf das jeweilige Stück ein.
Den Anfang machten die Musiker mit dem Aeronauten-Marsch, welcher eindrucksvoll die vielen Besucher ruhig werden ließ.
Das zweite Stück des Abends wird heuer in Heroldsbach am Wertungsspielen von der Blaskapelle aufgeführt. „Russian Dance Suite“ so der Titel. Mucksmäuschenstill war es in der großen Halle, die die vielen Zuhörer wieder nicht fassen konnte. Bemerkenswert und voller Elan, brachte die Blaskapelle und der Dirigent des 1. Teils Holger Fischer dieses Stück dar.

Grußworte des Bürgermeisters Helmut Fischer schlossen sich an, der einen herzlichen Dank an die Kapelle für den ideellen Einsatz und ihr Engagement ausrichtete – Er, Fischer freue sich besonders über den selbstlosen Einsatz der Kapelle und Verwies auf das Spielen am Heilig Abend und das Sommerfest am Altenheim, welches die Kapelle alljährlich kostenlos übernimmt. Er sei Stolz auf den Klangkörper Blaskapelle Schwürbitz und die Gemeinde sei willig, die Blaskapelle zu unterstützen. Er wünschte viel Glück für die Veranstaltung des 50. jährigen Jubiläums der Kapelle.
Anschließend folgten Grußworte von Schirmherrn und Landrat Reinhard Leutner. Er wies auf die Wichtigkeit der Vereine hin – „Vereine sind der Kitt unserer Gesellschaft“. Sie stellten den Halt für die Jugend dar und sorgten dafür, dass die Kinder etwas Sinnvolles erlernen würden.. „Gott sei Dank haben wir die Kulturträger und die großen und kleinen Vereine“, so Landrat Leutner wörtlich. Er freute sich auch über den Einsatz der Kapelle in Schwabthal und auf der Seebühne in Staffelstein. „Alles Gute“ wünschte er der Blaskapelle und viel „Sonne“ für alle Vereine. Er spannte in seiner Rede den Bogen zwischen Kulturveranstaltungen wie dem Osterkonzert über den Gottesdienst, der genauso zum oberfränkischen Leben gehöre wie die Rindsroulade, die er mit Vorliebe zubereite. Das Publikum zollte seinen Ausführungen herzlichen Applaus, so wie dem Programm der Kapelle, welche als nächstes „Tom Jones in Concert“ im besten Big-Band-Stil zum Vortrag brachte. Gassenhauer und „Mitsinger“ kamen da hervor, dass es eine wahre Pracht war. Vor dem nächsten Stück richtete sich ein Antrag des Moderators Michael Beck an die Gemeinde, dass die Turn- und Festhalle endlich einmal bestückt wird, wie es sich gehört, da nur die Hälfte der Halle mit Tischen ausgestattet ist. Herbert Lorenz und Kreisvorsitzender Horst Sünkel nahmen anschließend Ehrungen vor. Es wurden folgende Jungmusiker mit dem bronzenen Leistungsabzeichen ausgezeichnet: Laura Heid, Katharina Kremer, Katharina Haderlein, Sven Fleischmann, Tamara Stettner und Sebastian Stettner. Das silberne Leistungsabzeichen erwarb Michael Sünkel am Tenorhorn. Herbert Lorenz, nahm anschließend die „offizielle Eröffnung des Bundesbezirksmusikfestes 2007“ vor.

Herbert Lorenz zitierte, dass „Eine Gemeinde, die nicht nur eine Ansammlung von Häusern sein will, der Kultur bedarf.“ Das I-Tüpfelchen für Michelau sei, dass die Gemeinde die Blaskapelle Schwürbitz mit eingemeindet hat. „Hier arbeiten Alt und Jung sehr gut zusammen. Die Jugendblaskapelle Schwürbitz, von der man heute wieder sprechen könne, mit einigen Älteren, die sich ihre Jugend erhalten hätten, sei ein Aushängeschild. Herbert Lorenz, der die Kapelle mitbegründet hat, weiß wovon er spricht. Er freue sich über die Auszeichnungen, welche in seinem „Regierungsbezirk“ jährlich 900 Jugendliche empfingen. „Oberfranken hat 9500 Musiker und jährlich würden 900 Engagierte davon ausgezeichnet, was den Trainingsfleiß und das Können dokumentierte.
„Die Schwürbitzer haben ein musikalisches Genie und das ließ es zu eine Blaskapelle zu gründen“. So zitierte Horst Sünkel den Gründer der Kapelle Pankraz Bäuerlein, welcher vor 50 Jahren in Schwürbitz Pionierarbeit leistete.
„Bohemian Lovers“ hieß das nächste Stück und Michael Beck stellte die Solisten vor. Michael Stetter – der auch als Schütze aktiv ist, Lukas Schäfer der als Zweithobby Angler ist und Benedikt Kremer an der Trompete, welcher aus einer musikbegeisterten Familie stammt. Sein Vater ist 2. Vorstand bei den Burgkunstadter Blasmusikern.
Alphorn Swing“ hieß der nächste Titel, den Johannes Hennemann am Alphorn und Michael Sünkel und Markus Heid am Tenorhorn begleiteten. Wieder war es bedächtig ruhig in der Halle und allen Zuhörern gefiel der Vortrag dermaßen, dass viel Applaus gespendet wurde
„Trompetenherz“ wurde von Konrad Kremer und Martin Gmell eindrucksvoll vorgebracht und echten Blasmusikfreunden ging das Herz auf. Das letzte Stück vor der Pause riss die vielen Besucher noch einmal zu einem begeisterten Applaus hin, bevor sich die Musiker stärken durften.
Nach der Pause gab es Beifall auf offener Szene für „La Cucaracha“ und dem vollen Einsatz der Kapelle sowie den Solisten Christian Müller und Stefan Freitag an den Rhythmusgeräten. Ein weiteres Mal brillierte Martin Gmell an der Trompete. Anschließend versetzten die 36 Musikerinnen und Musiker die Zuschauer vor den Fernsehschirm. Mit „TV-Kultabend“ wurde ein Fernsehlieder-Medley dargeboten, welches die Zuhörer ins Erstaunen versetzte, so eindrucksvoll und echt kamen die jeweiligen Titel hervor. Von der Tagesschau-Melodie über die Lindenstraße bis hin zu Derrick war alles dabei.
Mit dem nächsten Stück bewiesen die Schwürbitzer nicht nur spielerische Qualitäten. Das Stück „Missisippi“ wurde von Madeleine Hertha, Daniela Spörlein und Oswald Kremer, welchen den zweiten Teil des Konzertes dirigierte, hervorragend gesungen und wiederum mit viel Applaus bedacht.
Beim nächsten Stück „Highland Cathedral“ staunte das überraschte Publikum nicht schlecht, kamen da doch ganz neue Instrumente zum Gehör. Detlef Purucker und Michael Löhlein, vom Schottland-Club Obermain unterstützten die Kapelle und sorgten schlichtweg für eine Sensation mit ihren Dudelsäcken. Das dankbare Publikum quittierte die Einlage mit herzlichem Beifall.
Weltbekannte Melodien von Glenn Miller hatten die Aktiven weiterhin im Gepäck und brachten diese eindrucksvoll dar. Mit „Flower Power“ aus den 60gern verabschiedete man das Publikum, wohl wissend, das dies die Schotten noch einmal hören wollten. Also gab es eine Zugabe nach dem Geschmack der Besucher mit dem Stück „Highland Cathedral“ und ganz am Ende des schönen Konzertes mit dem Schwürbitzer Lied, welche die „Urschwürbitzer“ natürlich mitschmettern konnten.
Oswald Bauer, Vorsitzender der Kapelle bedankte sich noch bei den vielen Helfern, der Gärtnerei Nemmert aus Michelau für den Blumenschmuck, den Inserenten in der Festschrift, sowie der Zeitungsanounce, den Musikfreunden aus Marktzeuln, den aktiven Musikern sowie natürlich den Gästen des unvergesslichen Abends. Nach dem erklingen des letzten Tons feierten die vielen Besucher noch ausgiebig das gelungene Konzert.
Jubiläumskonzert am 4. Mai
Am Freitag, den 4. Mai 2007 feierte die Blaskapelle auf den Tag genau ihr 50-jähriges Bestehen. Vor 50 Jahren, im Jahr 1957, erklangen in der Herz-Jesu-Kirche von Schwürbitz die ersten Töne anlässlich einer Maiandacht aus den Blechinstrumenten unter der Leitung des damaligen Priesters Pankraz Bäuerlein.

Der Gottesdienst, welcher aus diesem Anlaß am vergangenen Freitag stattfand, war den lebenden und verstorbenen Mitgliedern der Blaskapelle gewidmet und natürlich ließ es sich die Blaskapelle nicht nehmen den Gottesdienst musikalisch zu umrahmen. Unter der Leitung von Dirigent Oswald Kremer und großem Zuspruch aus der Bevölkerung brachte die Kapelle einige Maien- und Marienlieder dar. Pfarrer Zorawski erinnerte an die Gründung vor 50 Jahren durch seinen Vorgänger. Er legte dar, dass damals 6 junge Burschen mehr schlecht als recht die Töne erklingen ließen. Weiters freute sich der Pfarrer über die durchweg positive Entwicklung des Klangkörpers Blaskapelle Schwürbitz, die heute weit über die Landkreisgrenzen hinaus bekannt ist. Die Fürbitten wurden von Blaskapellenmitgliedern vorgebracht. Das Jubiläum wird natürlich auch gebührend gefeiert. Mit einem Bundesbezirksmusikfest auf den Mainwiesen wird es die Blaskapelle zwischen dem 15. und 18. Juni kräftig krachen lassen. Ein umfangreiches und attraktives Festprogramm wurde seit nunmehr 3 Jahren vom Festausschuß unter Vorsitz von Vorstand Oswald Bauer erarbeitet, eine Festschrift erstellt und natürlich ergeht Einladung an alle interessierten Einwohner aus nah und fern.
Nach dem Segen lud Pfarrer Zorawski – wie vor 50 Jahren Pfarrer Bäuerlein – zu einem Kasten Bier und Schokolade für die jungen Musiker vor der Kirche ein. Die Musiker freuten sich sichtlich über diese Geste, bedankten sich beim Geistlichen und ließen „Ein Prost mit gemütlichem Klange“ hören.
Wertungsspielen in Herolsbach
Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Nicht nur dass die Blaskapelle momentan im Bezug auf die Organisation des großen Bundesbezirksmusikfestes vom 15. – 18. Juni voll im Streß ist, die Aktiven der Blaskapelle haben auch noch ihre Verpflichtungen und Auftritte zu erfüllen. So ergab es sich am vergangenen Wochenende, dass die Schwürbitzer Musiker von Freitag Abend zum Jubiläumsgottesdienst über Samstag ab 13.00 Uhr, Sonntag morgen zur Jubelkommunion und am Nachmittag beim Kreisorchester aktiv waren. Am Montag Abend wurde natürlich die routinemäßige Orchesterprobe abgehalten. Der wichtigste Termin allerdings, fand am Samstag statt. Nach wochenlangen, intensiven Proben startete die Blaskapelle am Samstag um 13.00 Uhr mit dem Bus nach Heroldsbach bei Forchheim um sich einer weiteren Bewährungsprobe zu unterziehen. Dort fand ein Musikfest mit Wertungsspielen statt, bei dem sich die Blaskapelle erneut den strengen Richtern stellte. Das Motto der beiden Dirigenten Oswald Kremer und Holger Fischer lautete bereits bei der Vorbereitung „Ohne Fleiß, kein Preis“. Holger Fischer hatte während der letzten Monate mit dem Orchester das Konzertstück „Russion Dance Suite“ ausgearbeitet und nun mit Chefdirigent Oswald Kremer als Selbstwahlstück noch die Ouvertüre „Slovenia“ musikalisch ausgefeilt. Die 36 Musikerinnen und Musiker traten in der Mittelstufe vor die Wertungsrichter und erreichten mit den beschriebenen Vorträgen die Bewertung „mit sehr gutem Erfolg“.

Herbert Lorenz, Vizepräsident des Nordbayerischen Musikbundes, gratulierte zu diesem hervorragendem Ergebnis und lud alle anwesenden Blasorchester im vollen Festzelt zum Bundesbezirksmusikfest nach Schwürbitz ein. Bei diesem Fest vom 15. bis 18. Juni in Schwürbitz haben die interessierten Kapellen die nächste Möglichkeit ihr Können beim Wertungsspielen professionell bewerten zu lassen. Anmeldungen nehmen die Verantwortlichen noch an. Am schnellsten kann diesbezüglich Kontakt über die E-Mail-Adresse blaskapelle@schwuerbitz.net aufgenommen werden. Nach dem Wertungsspielen fuhr die Kapelle mit dem Bus am Samstag abend zum nächsten Auftritt. Die Musiker ließen es sich nicht nehmen, ihrer Web-Masterin Sabine Petschner zum runden Geburtstag ein Ständchen darzubringen und ein Geschenk zu überreichen. Überglücklich waren alle Beteiligten über das Ergebnis des Wertungsspielens sowie den überraschenden Auftritt bei der Geburtstagsfeier. Musiker und Jubilarin feierten bei gutem Essen und kühlem Bier bis spät in die Nacht.
Zum Jubiläum vom 15. bis 18. Juni 2007
Die Blaskapelle Schwürbitz feiert in der Zeit vom 15. bis zum 18. Juni ihr 50-jähriges Jubiläum verbunden mit dem Bundesbezirksmusikfest 2007 des Nordbayerischen Musikbundes. Auf den Schwürbitzer Mainauen, rechts des Maines, wird ein großes Festzelt stehen und die Verantwortlichen des Vereins haben unter anderem mit einem umfangreichen und attraktiven Festprogramm für alles gesorgt.

Aus den kleinsten Anfängen heraus, hat sich die Blaskapelle Schwürbitz zu einem der bekanntesten und beliebtesten Klangkörpern der Umgebung entwickelt. Die vielen Auftritte und Veranstaltungen, an denen die Kapelle teilnimmt, belegen dies. 1957 hat der damalige Schwürbitzer katholische Ortsgeistliche Pfarrer Pankraz Bäuerlein eine Hand voll Burschen um sich geschart um in der stattlichen Schwürbitzer Kirche den Maiandachten einen würdigen, mit einer Blaskapelle untermalten Rahmen, zu verleihen. Aus diesem kleinen Kreis von jungen Burschen entwickelte sich ein zuverlässiger, stattlicher Ortsverein, zu dem nicht nur die 36 Aktiven zählen. Die Blaskapelle wird auch von weit über 200 passiven Mitgliedern unterstützt und begleitet. Ohne dieses ehrenamtliche Engagement aller Mitglieder und Freunde des Vereins wäre ein Bundesbezirksmusikfest in den geplanten Ausmaßen nicht durchführbar. So wurde bereits vor 3 Jahren ein Festausschuß um den Vorsitzenden Oswald Bauer bebildet, der einen würdigen Rahmen für das große Jubiläum plante.



Doch zurück zur Geschichte des in der Großgemeinde Michelau einzigartigen Vereins. Pfarrer Bäuerlein schrieb damals zum ersten Auftritt eine Art Protokoll, welches in der sehr gelungenen, ansprechenden Festschrift der Blaskapelle komplett abgedruckt ist. „Es galt eine Jugendblaskapelle aus der Taufe zu heben. Ernst genommen wird so ein Unternehmen aber erst, wenn man öffentlich auftritt. Wir waren damals unser sechs. So recht und schlecht hatten wir das Lied Maria zu lieben eingeübt. Keiner war von uns jemals öffentlich aufgetreten. Auch fehlte die Posaune.“ Das Lustigste an der Anekdote, beschrieben von Bäuerlein war, dass der damalige „Posauna-Fritz“ aus Neuensee seine Unterstützung zusicherte, allerdings nur, unter dem Versprechen, dass wenn der Fritz aufgrund seines Gebisses nicht mehr blasen könnte, alle ihr Bestes geben und die fehlende Posaunenestimme ausgleichen würden. Dies versprachen die jungen Burschen natürlich und es ging alles gut. Bis auf die letzte Strophe. Pfarrer Bäuerlein schrieb: „Siehe da, plötzlich hatte der Posauna-Fritz sein Gebiss in der Hand. Wir bemerkten es, da kein Posaunenton mehr zu hören war. Unsere Köpfe wurden feuerrot, denn unsere Lachmuskeln waren zum Zerplatzen angespannt. Aber tapfer hielten wir durch.“ In der Geschichte der Kapelle die erste, lustige Episode aber lange nicht die letzte. Viele Geschichten und Ereignisse könnte man berichten über einen Verein, der sich in der Woche, über Jahrzehnte hinweg, mindestens einmal trifft um zu proben, zu planen oder ein Ereignis vorzubereiten.
Eines hat sich über die Jahrzehnte erhalten. Echte Kameradschaft und ein geselliger Geist schweißt bis heute die längst nicht mehr nur männlichen Musiker zusammen. Aus dem Protokoll von Pfarrer Bäuerlein ließt sich dieses so. „Aber wenn die Proben vorüber waren, gab es für die Burschen auf der Treppe vor dem Pfarrhaus einen Kasten frisches Bier als Lohn und Dank. Fordern, Fördern, Loben und Danken“. So formierte sich der Klangkörper der vorerst für kirchliche Anlässe spielen sollte. Erhalten hat sich bis heute diese Verbundenheit zur Kirche. Das Pfarrzentrum St. Josef dient seit seiner Fertigstellung als Probenlokal und als Gegenleistung spielen die Musikanten alle Prozessionen, Frühschoppenkonzerte an Fronleichnam und Flurumgang ohne Kosten für die Kirchengemeinde.
Seit Jahren an der Spitze des Vereins, der weit über die Grenzen des Landkreises hinaus als Blasorchester bekannt ist und als Festausschußvorsitzender verantwortlich steht Oswald Bauer. „Kappo“, wie er intern genannt wird, ist der kreative und inspirierende Dirigent der Truppe seit 1978 Oswald Kremer. Als 17-jähriger übernahm er von seinem Onkel Martin Bauer den Dirigentenstab. Schatzmeister, Kassier, nein bei der Blaskapelle Schwürbitz heißt die offizielle Bezeichnung Geschäftsführer ist Alois Thiem. Der Luisl, wie ihn jeder nennt, ist seit der Gründung des Vereins aktiv dabei und stellt seit 1963 den wichtigsten Posten in Sachen Finanzen. Heuer fungiert er zusätzlich als Festkassier. Schriftführer und einer der Festschriftautoren ist Markus Heid. Mit Madeleine Hertha, die die Vereinsjugend vertritt, ist die Vorstandschaft komplett.

Im Reigen der Verantwortlichen wäre noch zu nennen der Co-Dirigent Holger Fischer. Der 24-jährige hat im vergangenen Jahr seine Prüfung zum staatlich anerkannten Dirigenten abgelegt und ist damit zusammen mit Dirigent Oswald Kremer in der Lage den Klangkörper Blaskapelle Schwürbitz noch weiter nach vorne zu bringen. Man könnte bei der Blaskapelle Schwürbitz alle Namen nennen wenn es um aktive Kultur- und Blaskapellenarbeit geht. Herauszuheben wäre an dieser Stelle noch Kathrin Hofmann, die maßgeblich an der Gestaltung und Zusammenstellung der hervorragend gelungenen Festschrift des Vereins beteiligt war. Diese Festschrift zeigt die schöne und erfolgreiche Geschichte des Ortsvereins Blaskapelle Schwürbitz auf und hat mit vielen interessanten Bildern auch viel zu bieten.

Eine interessante Rubrik in dieser Festschrift ist „Unsere Musikanten“. Die Musiker stellen sich mit Bild und Instrument vor und es wird sogar darauf hingewiesen, wie lange der Musikant, die Musikantin schon in der Blaskapelle wirkt: An der Querflöte Katharina Haderlein seit 2005, Laura Heid seit 2004, Kathrin Hofmann seit 1990, Julia Stettner seit 2001, Tamara Stettner seit 2005. Klarinette und Saxophon spielen Oswald Bauer seit 1963, Matheleine Hertha seit 1996, Katharina Kremer seit 2005, Silke Schulz seit 1990, Nadine Stettner seit 1998, Siegfried Stettner seit 1973, Daniela Spörlein seit 1992. Trompete und Flügelhorn: Sven Fleischmann seit 2005, Martin Gmell seit 1981, Norbert Hertha seit 1967, Christian Kraus seit 1994, Benedikt Kremer seit 2002, Konrad Kremer seit 1968, Lukas Schäfer seit 2002 und Sebastian Stettner seit 2005. Tenorhorn und Bariton spielen: Holger Fischer seit 1994, Markus Heid seit 1982, Michael Stettner seit 1999, Michael Sünkel seit 1999, Erich Wich seit 1963, Angela Motschenbacher seit 1985, Johannes Hennemann seit 1979. Johannes Hennemann ist es auch, der seit einigen Jahren für ein Novum der heimischen Blaskapellen sorgt. Er spielt virtuos das Albhorn, welches man kaum in einer Blaskapelle vom Obermain erwartet. Bei allen Auftritten, darunter zählt auch der Lichtenfelser Korbmarkt, verschiedene Schützenfeste, die Kurauftritte in Bad Staffelstein und Schwabthal und Festivitäten wo man ohne Blaskapelle nicht auskommt, ragt die Blaskapelle mit ihrem Albhorn heraus.
Am Schlagzeug regiert Stefan Freitag und Christian Müller und Posaune spielt seit 1981 Thomas Ament, Harald Müller seit 1998, Peter Lutter seit 1985 und Matthias Kremer seit 1999. Reinhold Bauer spielte 1962 zunächst Flügelhorn und nun die Basstuba, Hans Obendorfer spielte seit 1963 verschiedene Instrumente und seit einiger Zeit ebenfalls Basstuba.

Freilich haben nicht alle Musikerinnen und Musiker ihre Wiege in Schwürbitz stehen gehabt, man merkt den Vollblutmusikern aber die Liebe zur Heimat, insbesondere Schwürbitz, mit seinen vielen Facetten an. Mit solch einer Kraft und Hingabe spielen sie, dass man es in unserer heutigen, schnelllebigen Zeit, in der persönliches Engagement für einen Verein eher in den Hintergrund tritt, kaum glauben mag. Vor allem deshalb sei es dem Jubiläumsverein vergönnt, dass die Bevölkerung reichlich Anteil nimmt, den Häuserschmuck, der in Schwürbitz zur schönen Tradition gehört reichlich vornimmt und das auch recht viele Gäste zum Fest auf den historischen Festplatz an der Michelauer Straße kommen. Die Blaskapelle Schwürbitz lädt mit einem umfangreichen Programm dazu ein. Am Freitag, den 15.06. beginnt das Fest mit dem Bieranstich durch 3. Bürgermeister Paul Habich um 19.00 Uhr, musikalisch umrahmt vom Kreisorchester Lichtenfels. Kräftig Party wird dann ab 22.00 Uhr gemacht wenn die Band „Cimcrack“ rockt. Am Samstag, 16.06. werden verschiedene Blaskorchester ab 13.00 Uhr in der Michelauer Schule zum Wertungsspielen antreten. Dabei sind Zuhörer gerne gesehen und man kann sich von der Qualität der geladenen Kapellen überzeugen. Ab 15.00 Uhr ist im Festzelt „Kaffeekränzchen“ mit der Leuchsentaler Blasmusik aus Mistelfeld und dem großen Blasorchester des Musikvereins Heroldbach angesagt. Am Samstag um 18.00 Uhr findet ein feierlicher Festgottesdienst in der Herz-Jesu-Kirche von Schwürbitz statt, bevor ab 19.30 Uhr der Festkommers mit den Kelbachtaler Musikanten aus Prächting stattfindet. Natürlich wird man zwischen den Veranstaltungen durch die Straßen von Schwürbitz ziehen, weshalb die Verantwortlichen auch gerne in der ganzen Ortschaft um Häuserschmuck bitten. Um 23.30 Uhr wird zu einer Serenade eingeladen, die mit dem „Großen Zapfenstreich“ enden wird. Der Sonntag beginnt bereits um 8.30 mit den Wertungsspielen verschiedener Blaskapellen in der Michelauer Turnhalle und im Pfarrzentrum Schwürbitz. Um 10.00 Uhr wird ein zünftiger Frühschoppen mit dem Musikverein Marktzeuln im Festzelt stattfinden. Ab 11.00 Uhr servieren die fleißigen Helfer der Blaskapelle Mittagessen im Festzelt und um 13.30 findet einer der Höhepunkte der Veranstaltung statt. Der große Festzug mit vielen Blaskapellen, Orts- und Gastvereinen wird sich durch die Straßen ziehen. Die Festzugroute ist ab Ringstraße über die Coburger Straße, Heuhügel, Rathausstraße und Leonhardsberg. Anschließend über die Brunnenstraße, Michelauer Straße bis hin zum sogenannten „Weiher“, dem kleinen Hafen von Schwürbitz. Dort wird der Gemeinschaftschor stattfinden, bei dem alle Musikanten gemeinsam einen Marsch, einen Choral, das Deutschlandlied sowie die Bayernhymne vortragen werden. Das Gemeinschaftskonzert ist ein eindrucksvoller Beweis aller beteiligten Blaskapellen der Treue zum fränkischen und bayrischen Heimat was sich in den gespielten Liedern ausdrückt. Ein weiterer Höhepunkt wird sein, wenn alle Musiker am Mainufer, gut einsehbar von der Michelauer Straße aus, die Instrumente in die Höhe strecken.
Der Blasmusikverein Oberhaid, das große Blasorchester des Musikvereins Kasendorf und das Symphonische Jugendblasorchester aus Küps werden im Stundentakt Nachmittagskonzerte im Festzelt geben. Den Abend gestalten dann die befreundeten Blasmusiker aus Hochstadt unter dem Motto „Blasmusik vom Feinsten“.
Am Montag, 18.06.07 wird, wie es Tradition bei großen Festen ist, noch einmal einer drauf gelegt. Ein politischer Abend mit der bayerischen Justizministern Dr. Beate Merk wird denn Besuchern serviert, bei dem viel diskutiert und gefachsimpelt werden kann. Für die musikalische Unterhaltung an diesem Abend sorgt der Jubilar, die Blaskapelle Schwürbitz selbst. Einladung ergeht hiermit an alle interessierten Besucher aus Nah und Fern. Die Verantwortlichen der Blaskapelle freuen sich schon heute über regen Zuspruch zu diesem außergewöhnlichen Fest.
Das Jubiläum 50 Jahre Blaskapelle Schwürbitz

Am Freitag begann in Schwürbitz auf dem Festplatz am Main das Bundesbezirksmusikfest des Nordbayerischen Musikbundes verbunden mit dem 50. Gründungstag der Kapelle. Dritter Bürgermeister Paul Habich stach das erste Faß Festbier im Beisein von Vorstandschaft, Gemeinderäten und zahlreichen Gästen an.
Leider konnte am ersten Abend der riesige Biergarten auf den Mainwiesen nicht genutzt werden, da es pünktlich zum Festbeginn zu regnen begann. Für beste Blasmusik aber sorgte das Kreisblasmusikorchester unter dem Dirigenten Manfred Krebs, welches in Bestbesetzung angetreten war. Bürgermeister Habich wünschte dem Fest einen schönen Verlauf und begrüßte die Gäste recht herzlich. Er lud zum mitfeiern ein. Vorsitzender Oswald Bauer bedankte sich bei den Gemeindevertretern und Gästen für ihr Kommen und gemeinsam stieß man auf ein erfolgreiches, schönes Fest an. Dirigent Oswald Kremer moderierte den ersten Teil des Abends.
Im Zelt war zu dieser Zeit bereits die Technik und das „Equipment“ der Band Gimcrack aufgebaut. Ab 22.00 Uhr gehörte dann der Festplatz den jungen und junggebliebenen Besuchern des Festes. Die 30-Meter Riesenbar war mit über 10 Mann Personal von der Theatergruppe und reichlich „Treibstoff“ ausgestattet und das Angebot an Spezialgetränken wurde reichlich genutzt. Bis weit nach Mitternacht feierten die Gäste eine stimmungsvolle Party.
Am Samstag setzte sich das Bundesbezirksmusikfest in Schwürbitz mit weiteren Höhepunkten fort. Während sich fünf verschiedene auswärtige Kapellen in der Michelauer Schule dem Wertungsspiel stellten, fanden sich am Nachmittag zahlreiche Gäste im Festzelt ein um bei einem „Kaffeekränzchen“ den Klängen der Leuchsentaler Blasmusik aus Mistelfeld und dem großen Blasorchester des Musikvereins Heroldsbach zu lauschen. Nach einem heftigen Wolkenbruch zog dann um 17.00 Uhr ein langer Zug von Vereinsabordnungen mit ihren Fahnenjunkern bei herrlichem Sonnenschein zum Friedhof hin, wo eindrucksvoll ein Totengedenken statt fand. Die Kelbachtaler Blasmusik aus Prächting spielte wirkungskräftige Choräle und Vorsitzender Oswald Bauer erinnerte ihn seiner Ansprache an die verstorbenen Mitglieder, Gönner und Freunde der Kapelle. Namentlich erinnerte er an den Gründer der Blaskapelle Pankraz Bäuerlein, seinen Nachfolger im Amt Pfarrer Ansgar Drost und an den ehemaligen Vorsitzenden der Kapelle Klaus Kremer. Per Kirchenparade ging es anschließend in die Herz-Jesu-Kirche zum Festgottesdienst.


Pfarrgemeinderatsvorsitzender Horst Habermann begrüßte die Blaskapelle, die Fahnenabordnungen der Ortsvereine und richtete Genesungswünsche an die Adresse von Pfarrer Zorawski. Pater Georg Kosselek, zelebrierte dann mit Lektoren und Ministranten einen würdigen, eindrucksvollen Festgottesdienst. In seiner engagierten Predigt brachte er die Gottesdienstbesucher abwechselnd zum Schmunzeln, zum Nachdenken und an den Rand der Tränen. Der Kirchenchor umrahmte ebenso stimmgewaltig wie beeindruckend und alle Besucher des Gottesdienstes waren sichtlich angetan von der Stimmung und dem Ambiente in der festlich geschmückten Herz-Jesu-Kirche. Heribert Ritzel überreichte nach dem Gottesdienst vor der Kirche zwei Bilder vom Posaunenfritz und die Geschichte dazu, wie dieser vor 50 Jahren mithalf, die Kapelle zu gründen. Anschließend zog man unter den Klängen der Kelbachtaler zurück zum Festplatz. Dort stand der Festkommers anlässlich des 50-jährigen Geburtstages der Blaskapelle Schwürbitz auf dem Programm. Vorsitzender Oswald Bauer und Dirigent Oswald Kremer führten durch das Abendprogramm. Der Vorsitzende konnte viele liebe Gäste aus Nah und Fern begrüßen. Sein besonderer Gruß galt natürlich dem Schirmherrn Landrat Reinhard Leutner und weiteren prominenten Persönlichkeiten. Grußworte sprachen Bürgermeister Helmut Fischer, der den Musikern und der Vereinsführung ganz herzlich dankte. Das Engagement und die Kultur der Blaskapelle für die gesamte Gemeinde könne gar nicht hoch genug geschätzt werden. Landrat Leutner, der Wert darauf legte, dass „die vielen Freunde in Schwürbitz“ wissen, wie gerne er nach Schwürbitz kommt. Ob zum Osterkonzert, Schützenfest oder zu einem Festzug. In Schwürbitz lebt sich´s gut. Er gratulierte dem Jubelverein recht herzlich und erzählte einige Erlebnisse rund um die Blaskapelle mit seinen Mitgliedern.
Dann war der Präsident des Nordbayerischen Musikbundes Herbert Lorenz zum Grußwort gebeten. Er, Lorenz, sei als Funktionär im Nordbayerischen Musikbund und als gebürtiger Schwürbitzer doppelt „Schuld“ am diesjährigen Bundesbezirksmusikfest. Zum einen war er bei der Gründung der Blaskapelle dabei und zum anderen befürwortete er diese Veranstaltung in Schwürbitz abzuhalten, weil er wisse, dass sie hier in guten Händen ist. Bedeutend geriet seine Ansprache und er rief den vielen Zuhörern zu: „Zu jedem Kirchturm gehört eine Blaskapelle“ und „Wenn eine Gemeinde mehr sein will, als eine Ansammlung von Häusern, bedarf es der Kultur“. Und diese sei in Schwürbitz zuhause. Lorenz lobte noch ausdrücklich die hervorragende Jugendarbeit der Blaskapelle und endete mit den Sätzen: „Der ganze Nordbayerische Musikbund schaut auf Euch“ und „Glück auf Blaskapelle Schwürbitz“.
Ebenso stimmungsgeladen war die Rede von Kreisvorsitzenden Horst Sünkel. Dieser verwies auf „eine starke Blaskapelle mit einem ausgeprägten Gemeinschaftssinn zwischen Jung und Alt.“. Er zitierte den bayerischen Kultusminister Goppel, der sagte: „Bayern und Blasmusik gehören zusammen wie Kastanien und Biergarten. Sünkel schloß mit den Worten: „Das Streben nach Harmonie ist bei uns Musikern unerlässliche Bedingung. Es herrsche kein Wettstreit sondern im Vordergrund stehe die musikalische, soziale und menschliche Harmonie.“ Diese Worte passten gut zum nächsten Musikstück, welches imponierent vorgetragen wurde. „Olympic Spirit“ intonierten die Musiker aus Prächting prächtig.
Markus Heid, Schriftführer der Blaskapelle ließ in seinem Rückblick die letzten 50 Jahre Revue passieren. Kein Meilenstein oder Krise im Vereinsleben wurde vergessen und die interessierten Besucher spendeten für seine Ausführung reichlich Beifall.
Nach einem weiteren Musikstück brachte Gabi Freitag ein selbst verfasstes, auf das Leben und Wirken der Blaskapelle bezogenes Gedicht zum Vortrag. Allseits wurde dieses „Lob auf die Blaskapelle“ mit Beifall aufgenommen und die Musiker waren sichtlich angetan vom Werk der Theatergruppenchefin.




„Der Komet“ leitete seitens der aufspielenden Blaskapelle die Ehrungen verdienter und langjähriger Musikerinnen und Musiker ein. Zuerst wurden Bundesehrungen vergeben an:
Peter Lutter für 10 Jahre aktives Musizieren, für 20 Jahre wurde Angela Motschenbacher als erste Musikerin der Blaskapelle geehrt, für 40 Jahre Norbert Hertha und für stolze 50 Jahre aktive Tätigkeit zum Wohle der Vereins Alois Thiem und Martin Bauer. Sie wurden mit der Ehrennadel in Gold mit Diamant und Ehrenbrief ausgezeichnet. Für 30 Jahre wirken als Dirigent konnte Oswald Kremer die Dirigentennadel in Gold mit Diamant und Urkunde entgegen nehmen. Der Präsident des Nordbayerischen Musikbundes musste diese Ehrung auf Nachfrage der Ehrungskommission persönlich bestätigen, da Oswald Bauer noch keine 50 Jahre alt ist.
Weitere Ehrungen wurden durchgeführt. Für 15 Jahre wurden geehrt: Dumproff Alfons, Hümmer Brigitte, Lorenz Friedrich, Obendorfer Hans, Wich Josef, Stettner Nadine, Dechant Alois, Dremel Adalbert, Engelmann Ulla, Finsel Gerda, Hügerich Josef, Lauer Walter, Spörlein Daniela, Thiem Edeltraud.
Für 25 Jahre wurden geehrt: Ament Thomas, Gmell Martin, Bauer Helene, Bauer Rosa, Beck Michael, Bergler Hermann, Dümlein Elmar, Engelhardt Ernst, Finsel Helga, Fischer Heinrich, Fleischmann Herbert, Fleischmann Werner, Habermann Horst, Heid Markus, Herbst Hans, Hümmer Otto, Klemenz Alfred, Kraus Wilfried, Mayer Andreas, Mayer Martin, Motschenbacher Hubert, Motschenbacher Matthias, Müller Hartmut, Pohl Lothar, Räbiger Werner, Räbiger Wolfgang, Schmidt Bianka, Schnapp Gerd, Schrepfer Georg, Schüpferling Wilhelm, Stengel Norbert, Stettner Alois, Stettner Bernhard, Thierauf Karl, Vogel Georg, Weberpals Hans, Weberpals Willi, Werthmann Georg, Zethner Agnes, Zethner Gertrud. Für 50 Jahre wurden ehemalige Aktive, jetzt passive Mitglieder gesondert ausgezeichnet: Thiem Alois, Götz Adolf, Bauer Martin, Hofmann Günther, Stettner Georg, Krapp Herbert.
Zum Ehrenmitglied wurde Stettner Georg ernannt. Stolz und Zufrieden nahmen die Geehrten die Nadeln und Urkunden entgegen. Am Ende der Ehrungen erfuhr der Vorsitzende Oswald Bauer noch zwei Überraschungen. Zum einen gab es von Dirigent Oswald Kremer eine verbale Lobeshymne auf den engagierten Vorstand, ohne den eine solche Veranstaltung nicht möglich gewesen wäre. Er dankte ausdrücklich und überreichte einen Präsentkorb zu Labung und Stärkung nach den Mühen des Festes. Aus der Hand von Herbert Lorenz durfte Oswald Bauer eine ganz besondere Ehrung entgegen nehmen. Er wurde ausgezeichnet mit der goldenen Medalie des Nordbayerischen Musikbundes am weiß-blauen Band. Eine sehr seltene Ehrung, die nur ausgewählten, sehr engagierten Blaskapellen zu Teil wird. Oswald Bauer trug diese mit viel Stolz.
Es folgten zahlreiche Glückwünsche von Gratulanten aus der Ortschaft, allen voran natürlich die Ortsvereine: Männergesangverein „Cäcilia“, Obst und Gartenbauverein, KAB, Turnverein, die Neuensorgen Schützen gratulierten, weil die Schwürbitzer Blaskapelle heuer zum 33. Mal auf dem Schützenfest Neuensorg aufspielen, Geflügelzuchtverein, die Zimmerstutzen-Schützen-Gesellschaft, Fußballclub, Theatergruppe, Förderung Kulturgut, die Freiwillige Feuerwehr, Radfahrverein Concordia, Soldatenkameradschaft, die Liedertafel, FC Lettenreuth, der Kegelclub Oberreuth und Dr. Korte aus Schwürbitz.
Eine besondere Gratulation erfuhr die Blaskapelle durch Kirchenpfleger Stefan Fleischmann und die Pfarrei Herz Jesu. Pfarrer Zorawski kümmerte sich schon vor Monaten um einen Gruß und Gratulation an die Blaskapelle von Papst Benedikt XVI. persönlich. Der Papst unterzeichnete das Bild von ihm, die Grüße und Gratulation an die Blaskapelle Schwürbitz und an den Dirigenten Oswald Kremer und Vorsitzenden Oswald Bauer persönlich.
Anschließend feierte man unter den Klängen der Blaskapelle bis es dann noch einmal ganz feierlich wurde. Der Dirigent der Kelbachtaler kündigte die Serenade an. Eine Serenade ist ein Wunschkonzert verantwortlicher Persönlichkeiten, bei der besondere Lieder dargebracht werden. Geschäftsführer Alois Thiem wünschte sich die „Südböhmische Polka“. Anschließend wurde das Festzelt verdunkelt den es folgte auf Wunsch des Dirigenten Oswald Kremer „Wunderland bei Nacht“. Eindrucksvoll und ergreifend kam der Trompetensound und das Arrangement von Musik und Stimmung bestens an. Besser konnte anschließend der Vorsitzende Oswald Bauer kein Musikstück auswählen. Die Blaskapelle brachte ihm zu ehren den Titel von Frank Sinatra „My Way“ zu Gehör und nicht wenigen der Zuhörer kam Gänsehaut auf. Diese ganze, herrliche Stimmung wurde dann sogar noch durch den darauf folgenden Zapfenstreich gesteigert. Mit Marschmusik untermalt marschierten Soldaten mit Fackeln vor die Bühne und die Ortsvereine folgten mit ihren Fahnenabordnungen. „Ich bete an die Macht der Liebe“ wurde dargebracht. Ein festlicher Reigen von stimmungsvollen Kompositionen. Im Zelt herrschte Stille und nur die Kommandos des Kommandanten an die Soldaten unterbrach die knisternde Spannung und Freude der Zuhörerinnen und Zuhörer. Das Deutschlandlied bildete den krönenden Abschluß und die Soldaten und Fahnen marschierten wieder aus. Dirigent Oswald Kremer verwieß noch darauf, dass eine solche Veranstaltung für Musiker und Gäste sehr selten durchgeführt werde. Er dankte der befreundeten Kapelle aus Prächting herzlich für die Darbietungen und deren Qualität. Sichtlich gerührt dankte auch der Dirigent der Kelbachtaler Alois Zipfel für die Möglichkeit dieses Fest mit zu gestalten. Froh gestimmt ließ man den Abend ausklingen, wohl wissend, dass am Sonntag noch einmal ein herrlicher Tag zum feiern ansteht.




Den glanzvollen Höhepunkt des Bundesbezirksmusikfestes in Schwürbitz erlebten am Sonntag nicht nur die geladenen vielen hundert Musikerinnen und Musiker. Zum Festzug und zum Nachmittagskonzert waren tausende Besucher und Zuschauer gekommen um mit dem Jubelverein das 50-jährige Bestehen der Blaskapelle Schwürbitz zu feiern.
Nach alter Tradition begann der Festsonntag am morgen mit einem zünftigen Frühschoppen im Festzelt. Bei bestem Festwetter traf man allseits nur gut gelaunte Gäste und Musiker an bevor ab 11.00 Uhr Mittagessen gereicht wurde. Schweine- und Sauerbraten hatte die Küche zu bieten und es wurde gerne und reichlich zugegriffen. Ab 13.00 Uhr formierte sich in der Ringstraße der große Festzug und dieser zog dann durch Schwürbitz. Knapp 40 Gruppen, darunter natürlich zahlreiche Musikkapellen, zogen durch die Straßen von Schwürbitz und die vielen Besucher spendeten reichlich Beifall für den bunten Festzug. Allen voran marschierte die Vorstandschaft mit Vorsitzendem Oswald Bauer, Dirigent Oswald Kremer, Geschäftsführer Alois Thiem, Schirmherr Landrat Reinhard Leutner, MdL Christian Meißner und Alfred Witzgall. Im Prominentenfahrzeug und dahinter folgten Ehrenmitglieder und Honorationen des Jubelvereins. Voller Stolz und Freude kamen dann die einzelnen Vereine und Blaskapellen die von den aktiven Musikerinnen und Musikern aus Schwürbitz in Uniform am Dorfbrunnen jeweils mit einer Laola-Welle begrüßt wurden. Angekommen im „Weiher“, dem kleinen Hafen von Schwürbitz, wurde jeder einzelne Verein von Dirigent Oswald Kremer stimmungsvoll willkommen geheißen bevor sich der „Gemeinschaftschor“ formierte. Es ergab sich ein malerisches Bild von über 800 Musikern die von den Fahnenabordnungen der Ortsvereine umrahmt wurden. Im Hintergrund schlängelte sich der Main vorbei und auf der Dirigentenbühne fand sich die Prominenz ein. Der Präsident des Nordbayerischen Musikbundes Herbert Lorenz und Dirigent Oswald Kremer dirigierten abwechselnd ein Musikstück und die vielen tausend Gäste quittierten die glänzend dargebrachten Stücke jeweils mit viel Applaus. Schirmherr Landrat Leutner richtete ein Grußwort an die Musiker und war stolz darauf, dass eine solche Veranstaltung in Schwürbitz stattfinden könne. Er wünschte den anwesenden Vereinen alles Gute und weiteres Gedeihenin der heutigen Zeit. Herbert Lorenz, ein gebürtiger Schwürbitzer, ging in seiner Begrüßung auf die Werte der selbst gemachten Musik und deren kulturelle Bedeutung in unserer schnelllebigen Zeit ein. „Man stelle sich vor, es stünden hier 800 Musiker, die alle einen MP-3 Player dabei hätten und Musik machen möchten – Grausam und unmöglich“, so seine Worte. Er verwieß auf Papst Benedigt XVI. der sagte, dass Musik und Gesang an sich bereits Liturgie seien. Der weiß-blaue Himmel, die vielen Blasmusiker, tausende Schaulustige, die Böllerschützen von der Göritze, das satte Grün der Mainaue und die zum Abschluß des „Massenchors“ dargebrachte Bayernhymne sowie das Deutschlandlied ließen einem das Herz aufgehen und jeder freute sich darüber bei diesem wunderschönen Fest dabei sein zu dürfen.
Weiter ging die Veranstaltung anschließend im Festzelt auf dem weitläufigen Festgelände entlang des Mains. Nacheinander ließen sich verschiedene Kapellen hören. Es begann der Blasmusikverein Oberhaid unter der Leitung von Raimund Krug, gefolgt vom Musikverein Kasendorf, der von Thomas Eschenbacher dirigiert wurde. Diese Kapelle hatte sogar ihre eigene CD zum Verkauf dabei, wofür sie mit ihrer Musik und per Mikrophon kräftig Werbung machten. „Let me entertain you“ war das Motto des Schülerorchesters Küps. Das gleichnamige Lied von Robbie Williams intonierten die 60 Musiker so gekonnt und stimmungsvoll, dass die Besucher im großen Festzelt schon am Nachmittag in Feierlaune gerieten und die Darbietungen mit viel Beifall belohnten. Am späten Nachmittag lagen dann die Ergebnisse des Wertungsspielens vor. Zwei Tage lang hatten sich zahlreiche Musikkapellen in der Michelauer Schule und im Pfarrzentrum „St. Josef“ in Schwürbitz dem Wertungsrichtern gestellt und mit wunderschönen Musikstücken, die perfekt einstudiert wurden, den Nerv und den Geschmack der vielen Zuhörer getroffen. Der Präsident des Nordbayerischen Musikbundes Herbert Lorenz, Kreisvorsitzender Horst Sünkel, Dirigent Oswald Kremer und Vorsitzender Oswald Bauer nahmen die Ehrungen und Auszeichnungen vor. In der Höchststufe waren das Schülerorchester Küps unter der Leitung von Uwe Kohls angetreten und ernteten die Wertung „mit sehr gutem Erfolg“. Ebenso wie der in der gleichen Klasse mit dem „großen Blasorchester“ angetretene Musikverein Kasendorf v. 1902. In der Oberstufe stellten sich der Musikverein Heroldsbach e.V. unter der Leitung von Bernhard Schleicher und die Jugendblaskapelle Zapfendorf mit Dirigent Hubert Pfister die ebenfalls „mit sehr gutem Erfolg“ ausgezeichnet wurden. Folgende Vereine traten in der Mittelstufe mit „sehr gutem Erfolg“ an: Blaskapelle Uetzing mit Elmar Kerner als Dirigent. Musikverein Hochstadt e.V mit Rainer Drechsel, Blasmusikverein Oberhaid mit Raimund Krug, Musikverein Weißenbrunn e.V. mit Marco Plitzner, das Schüler- und Jugendorchester Küps mit Theresa Diller, der Musikverein Marktzeuln mit Christian Stenglein, die Obermaintaler Jugendkapelle Ebensfest unter der Leitung von Manfred Krebs mit „gutem Erfolg“ und die Untersteinacher Blasmusik v. 1977 e. V. mit Dirigent Hans Fiedler ebenso mit „gutem Erfolg“. In der Unterstufe erreichte der Musikverein Neukenroth e.V. mit Roman Steiger einen „sehr guten Erfolg“ und die Blaskapelle St. Josef Gaustadt mit Martin Rachold, sowie der Musikverein Stadt Hallstadt mit Teresa Diller, die den „Blasbälgern“ vorstand erreichte einen „guten Erfolg“. In der Grundstufe erreichte das Schülerorchester Küps mit Dirigent Holger Pohl einen „ausgezeichneten Erfolg“ und die Untersteinacher Blasmusik unter der Leitung von Valerij Efremov konnte „mit sehr gutem Erfolg“ glänzen. Der Musikverein Altenkunstadt nahm am Beratungsspiel teil. Nach diesen Ehrungen war es den Verantwortlichen der Blaskapelle Schwürbitz anzusehen, dass der Druck und die Belastung der vergangenen Tage abfielen. In Schänke und Kuchentheke lief das Geschäft und Fisch, Pommes und Bratwurst wurden gerne zu sich genommen. In der Bar lief der Verkauf von Eiskaffee und die Bläserjugend hatte Süßigkeiten zum Verkauf angeboten. Der riesige Biergarten am Main konnte an diesem Nachmittag erstmals so richtig genutzt werden und bis in die Nacht hinein nahmen die vielen Besucher das Angebot gerne an. Am Abend spielte dann noch die Blaskapelle Hochstadt mit Dirigent Reiner Drechsel unter dem Motto „Blasmusik von Feinsten“ auf. Dabei kam es zu einem Novum. Der Schwürbitzer Dirigent Oswald Kremer wunderte sich selbst, dass es ihm in 30 Jahren noch nicht gelungen war die Hochstadter zu dirigieren. Dies holte er natürlich an diesem Jubiläumsabend schnell nach. Der Abend klang aus mit bester Blasmusik, frohgelaunten Besuchern und einem Jubiläumsverein, der sich selbst feiern durfte aufgrund des durch und durch gelungenen Festes.

Helferessen


Zu einem fröhlichen Helferessen lud am vergangenen Samstag die Vereinführung der Blaskapelle Schwürbitz ein. Die vielen Hundert Helfer, die das Blaskapellen-Jubiläum im Sommer zu einem wunderbaren Ereigniss werden ließen, fanden sich im Pfarrzentrum ein, wo bei Freibier und schmackhaften Braten alles zum Wohle gerichtet war. Kathrin Hofmann, Harald Schmuck und Schriftführer Markus Heid präsentierten eine Zusammenstellung von Bildern über Leinwand und Beamer und alle Besucher konnten noch einmal in Erinnerungen an das schöne Fest schwelgen. Als Moderator fungierte Dirigent Oswald Kremer, der im Laufe des Abends auch kleine Geschenke verteilen durfte. So bekam Vorsitzender Oswald Bauer einen Bildband vom Fest überreicht, der ihn noch lange an die schönen Sommertage erinnern soll. Pfarrer Martin Ninaparampil konnnte sich über ein Blaskapellen-T-Shirt freuen. Bei lustigen Geschichten und fröhlicher Stimmung wurde bis nach Mitternacht gefeiert.
Adventskonzert in Ludwag & Schwürbitz
Die Blaskapelle Schwürbitz lässt ihr 50-jähriges Jubiläumsjahr mit feierlichen Konzerten ausklingen. Das erste Konzert fand am vergangenen Sonntag in Ludwag, dem Geburtsort von Blaskapellengründer Pankraz Bäuerlein, statt. Die geräumige Kirche von Ludwag war voll besetzt und das abwechslungsreiche Programm wurde immer wieder mit reichlich Befall belohnt.


Begeisterung auch in der voll besetzten Herz-Jesu-Kirche in Schwürbitz einen Tag vor Heilig Abend. Zu Beginn erklang das Musikstück „Festival Fanfare“ und dieses bildete zugleich den stimmungsvollen Auftakt des Konzertes. Kaplan Martin Ninaparampil begrüßte die vielen Gäste und freute sich über das Engagement der Blaskapelle. Er stellte eine Verbindung her zum nächsten Musikstück „Highland Cathedral“ und der Schwürbitzer Kirche, die auch der Dom vom Maintal genannt wird. Eindrucksvoll brachten dann die gut 30 Musikerinnen und Musiker das angekündigte Musikstück zum Vortrag. Der erste Vorsitzende der Kapelle Oswald Bauer begrüßte anschließend die Besucher. Er dankte für den Besuch und verwieß auf das 50-jährige Jubiläum der Kapelle, welches in diesem Jahr würdig gefeiert wurde. Oswald Bauer bedankte sich nochmals bei den vielen Helfern, ohne die ein solches Fest nicht möglich gewesen wäre. Er übergab das Wort an Redakteur Till Meyer, der die Aktion „Helfen macht Spaß“ ins Leben gerufen hat. Die freiwilligen Spenden des Abends sollten dieser Aktion zu gute kommen. Till Mayer umriss in seinem Grußwort den Zweck der Initiative und führte aus, dass mit Hilfe der Aktion bereits über 1500 Menschen, vornehmlich im Landkreis Lichtenfels, geholfen werden konnte. Über 100.000,-- Euro wurden bisher gesammelt und an die richtigen Adressen weiter geleitet, so Mayer. Oswald Bauer versprach die Spenden während der Generalversammlung am 11.01.08 zu übergeben und dankte Till Mayer für die Aktion. „One Moment in Time“ hieß das nächste, stimmungsvolle Musikstück und vor „Transeamus usque Bethlehem“ hieß Dirigent Oswald Kremer die Zuhörer willkommen und brachte eine kurze Weihnachtsgeschichte vor.

Bei „Einsamer Hirte“ und „Morgens um Sieben...“ von James Last wurde die Stimmung sehr anrührend und so mancher schloss die Augen um die wunderbare Musik, gepaart mit der herrlichen Akustik der großen Kirche zu genießen. Zwischen den nächsten Musikstücken verlaß Madeleine Hertha eine dreiteilige Weihnachtsgeschichte, welche die Besucher zusätzlich bewegte. Mit viel Sorgfalt waren die nächsten Musiktitel ausgewählt und gerne lauschte man den bewegenden Klängen der Stücke „My Way“, „The Power of Love“ und „I will follow him“. Zur Alpenserenade postierten sich die Solisten Martin Gmell und Norbert Hertha im hinteren Bereich der Kirche und das Klangerlebnis durch Kapelle und Solotrompeten war perfekt. Oswald Kremer dankte vor dem letzten Stück den Besuchern, der Kirchenverwaltung und der Bäckerei Sünkel, die es ermöglichte, dass die Jugendabteilung Plätzchen backen konnte. Zu eben diesen Plätzchen mit Glühwein luden die Jugendlichen des Vereins auf dem Kirchenvorplatz nach dem Konzert ein und als die vielen Besucher die Kirche verließen schneite es herrlich und die Weihnachtsstimmung war perfekt. Beim letzten Stück „Macht hoch die Tür“ durften die Zuhörer mitsingen und als Zugabe brachte die Blaskapelle „My little Lord“ in eindrucksvoller Manier. Stehend Beifall klatschten die vielen Gäste und man freute sich allgemein über den wunderschönen Adventsabend, mit dem die Blaskapelle Schwürbitz ihr 50-jähriges Bestehen ausklingen ließ.
Stefan Motschenbacher