1923 - Kriegerdenkmal
Im Jahre 1923, anläßlich eines Kriegerfestes bei dem der Freiherr von Conta-Oberau bei Staffelstein die Schirmherrschaft übernommen hatte, wurde zum ersten Mal der Gedanke zur Errichtung eines Denkmals für die im Weltkrieg gefallenen Soldaten wachgerufen und zugleich als Beschluß des Kriegervereins festgelegt. Damit begann zugleich die Streitfrage über den Platz.
Es wurden in Erwägung gezogen: der Platz vor der katholischen Kirche, ein Platz inmitten der beiden Friedhöfe, der ehemalige Garten des Rathauses und der freie Platz bei der evangelischen Kirche. Die Gemeinde hielt sich zunächst aus diesen Streitigkeiten heraus, so daß die eigentliche Angelegenheit mehr vereinsinterner Natur war.
Nachdem sich später der Kriegsinvalide Peter Eberth bereit erklärte, einen Platz an der Göritze kostenlos zur Verfügung zu stellen, wurde eine Sammlung innerhalb der Bevölkerung durchgeführt. Die Firma Diroll aus Burgkunstadt wurde mit den Arbeiten beauftragt. Ein Jahr später am 08.06.1924 konnte die Einweihung erfolgen.
Das Denkmal, das einen Landsturmmann darstellt, der einen sterbenden Krieger stürzt, ist aus Muschelkalk. Die Kosten beliefen sich dafür auf 3600 DM. Die Namen von 35 gefallenen und vermißten Soldaten, die im Stein eingemeißelt wurden, waren das Fazit des ersten Weltkrieges.
Bei einer Bürgerversammlung im Juli 1953 wurde der Antrag gestellt auch die Opfer des Weltkrieges 1939-1945 durch ein Denkmal zu verewigen. An das bestehende Denkmal wurden vier weitere Tafeln aus Muschelkalk angebracht, die die Namen von 97 Gefallenen und 31 Vermißten aufnahmen. Die Gesamtkosten für die Erweiterung beliefen sich auf rund 6000 DM, wobei 950 DM an Spenden von der Bevölkerung aufgebracht wurden. Am 07.06.1954 erfolgte die feierliche Einweihung.
