1920 - Elektrisches Licht & Wasserleitung
Erst im Jahre 1920 konnte sich die Gemeinde dazu durchringen, elektrisches Licht einzurichten, obwohl die Notwendigkeit schon früher bewiesen war. Marktzeuln und Lettenreuth hatten Angebote des damaligen Hochstadter Elektrizitätswerkes angenommen. Das Überlandwerk Lichtenfels wurde beauftragt, eine 220-Volt-Leitung zu legen. Zur Errichtung des Ober-Netzes wurden 7250 Meter Leitungsdraht benötigt, der aber aus Aluminium bestand und in den folgenden jahren immer wieder Reparaturen erforderte und im Jahre 1936 dann durch Kupferdraht ersetzt wurde. Die Kosten für die Gemeinde beliefen sich auf 26000 DM, während für die Hausinstallation die Hauseigentümer verantwortlich waren. Das Transformatorenhaus wurde auf gemeindeeigenes Gelände gegenüber der evangelischen Schule an der Hauptstraße Neuensee-Lettenreuth, also einem völlig ungelegenen Platz errichtet.

"Die Wasserleitung"
Der historische Dorfbrunnen, der seit Generationen die Bevölkerung mit Wasser versorgte, mußte im Jahre 1926 seinen eigentlichen Betrieb einstellen und sich weiterhin als Lieferant der Wasserleitung betätigen. Nach langem Planen und Überlegen kam der Gemeinderat noch im selben Jahr dazu einen endgültigen Beschluß zu fassen und die Arbeiten des Ortsnetzes Ingenieur Deinzer aus Nürnberg zu übertragen, die einen Kostenaufwand von 61656,70 DM verursachten. Mit diesen Kosten waren die Leistungen bis zum Hausanschluß inbegriffen. Die Hausanschlüsse wurden von der Firma Josef Papst aus Lichtenfels ausgeführt. Zur Beförderungen des Wassers in den Hochbehälter auf der Göritze wurde oberhalb der Quelle eine Pumpe aufgestellt, was sich aber als ein großer Fehler erwies, denn einige Jahre später mußte zu diesem Zweck ein eigenes Häuschen nebenan errichtet werden, daß dann die Maschinerie aufnahm. Der erforderliche Grund zum Hochbehälter (120cbm) wurde von Landwirt Konrad Herold zum Preise von 150 DM erworben.


Der Stolz von Schwürbitz - Der Osterbrunnen heutzutage