1909 - Hochwasserkatastrophe

 

 

Von den Hochwasserkatastrophen, die Schwürbitz oft in Angst und Schrecken versetzt hat, war wohl 1906 ein der Größten gewesen. Da der Damm zwischen Schwürbitz und den Gruber Weiler gebrochen war, kannte die Gewalt des Wassers keine Grenzen. Im Schlaf wurden die Bewohner der Michelauer Straße von den Fluten überrascht. Nur mit dem, was sie auf dem Leib trugen mußte sie vor dem treibenden Element flüchten. Mit Kähnen und auf selbstgezimmerten Holzstegen wurde das Kleinvieh gerettet, während die Kühe und Ziegen bergaufwärts getrieben wurden. Bei Johann Wich stand das Wasser 150cm hoch. In manchen Wohnhäusern füllte es den untersten Stock bis zur Decke. Die großen Schäden mußten die Hausbesitzer selbst tragen; eine große Belastung, zumal auch der Mutterboden der Wiesen und Felder fast restlos fortgeschwemmt war. 
Im Jahre 1926 ging die Gemeinde daran, die Straße um eineinhalb Meter höher zu legen und einen Damm zu errichten. Die Baukosten beliefen sich auf 6400 DM. 

 


GESCHICHTSBUCH

© copyright 2008 schwuerbitz.net
Design by: schwuerbitz.net