1855 - Gründung der evangelischen Schule

Im Jahr 1855 wurde in Schwürbitz eine evangelische Schule errichtet. Anlaß zu diesem erstaunlichen Ereignis war ein Regierungserlaß des Jahres 1826 gewesen, der die Protestanten der Ortschaft kurzerhand nach Michelau eingeschulte hatte. Mit Michelau waren die Protestanten zwar aufs Engste verbunden. Dort gingen sie zur Kirche und dorthin brachen sie ihre Verstorbenen - aber ihren Kindern künftig einen solch bescherlichen Schulweg wollten sie nicht zumuten. Sie waren zutiefst betroffen, die Protesteanten. In einer vor dem kgl. Landrichter von Lichtenfels abgegebenen Erklärung übernahmen sie die für alle Schwürbitzer evangelischen Gemeindemitglieder und Nachkommen die verbindliche Verpflichtung für die vollständige Einrichtung eines geräumigen Schulzimmers und einer Lehrerwohnung zu bestreiten. Jährlich zur "Dotation des Verwesers", daß heißt zum Gehalt des Lehrers, 20 Gulden beizutragen sowie "das verordnungsgemäße Schulholz" zu beschaffen. Dieses Anerbieten bewog die Regierung, das Bedürfnis zur Errichtung einer protestantischen Schule in Schwürbitz anzuerkennen und gnädigst den 
fehlenden Betrag zur Ergänzung des Verwesergehaltes aus dem Schulfond zu übernehmen. 


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