Trauerschwan-Päarchen am Main

 

Am nördlichsten Punkt des Maines, bei 438,2 km in Schwürbitz, wurden am 2. Weihnachtsfeiertag zwei schwarze Schwäne gesichtet. In Höhe des Anwesens der Familie Hans Weberpals ließ sich bereits am Mittwoch ein schwarzes Schwanenweibchen nieder, so Ehefrau Rosemarie Weberpals, die sich unterhalb ihres Grundstückes mit den Wasserenten beschäftigt. Nun kam am zweiten Weihnachtsfeiertag ein schwarzes Schwanenmännchen angeschwommen und machte genau am Willkommensschild des Heimatbundes Schwürbitz Halt. Im Jahr 2004 errichtete die Dorfgemeinschaft Heimatbund Schwürbitz am Mainufer ein Willkommensschild mit der Aufschrift:
„Willkommen in Schwürbitz am Main – Hier bei Fluss-km 438,2 nördlichster Verlauf des 524 km langen Maines, nach 150 m Bootsanlegestelle“. Warum es ausgerechnet schwarze Schwäne sind, konnte sich „Flößervorstand“ Hans Weberpals nicht erklären. Vielleicht weil ich CSU-Mitglied bin, meinte Weberpals lächelnd.

Text & Fotos: Horst Habermann

 

Wie der Höckerschwan trägt auch der Trauerschwan den Hals oft S-förmig gebogen und wölbt die Flügel. Dadurch unterscheiden sich Höcker- und Trauerschwan von den Zwergschwänen. Von dem gewohnten Bild der schneeweißen Schwäne weicht der Trauerschwan mit seinem tiefdunklen Gefieder ab. Aber auch der Trauerschwan beeindruckt mit seinem leuchtendroten Schnabel mit der weißen Querbinde an der Spitze, den leuchtendweißen Schwingen und seinem tiefschwarzen Gefieder. Mitunter brüten Trauerschwäne bei uns mitten im Winter oder im späten Herbst. Sie scheinen noch an ihrem Brutrhythmus in der Heimat Australien festzuhalten. In Europa werden Schwarze Schwäne häufig in Parkanlagen gehalten. Die ersten Trauerschwäne kamen gegen Ende des 18. Jahrhunderts nach England. Immer mehr Trauerschwäne gelangen in letzter Zeit in die freie Wildbahn und ziehen erfolgreich Junge auf. Bisher ist es noch nirgends zu einer nennenswerten bleibenden Wildpopulation gekommen, obwohl die Schwäne auch in Freiheit lange überleben können und besonders an der niederländischen Küste und den niederländischen Binnenmeeren stets häufiger auftreten.

HOME

© copyright 2009 schwuerbitz.net
Design by: schwuerbitz.net