Leserbrief zum Thema Wasserpreiserhöhung

Zum Thema "Wasserpreiserhöhung" erreichte uns folgender Leserbrief von Stefan Motschenbacher, die Anschrift ist der Redaktion bekannt. Verantwortlich für den Inhalt des Leserbriefes ist der Verfasser selbst und spiegelt nicht zwingend unsere Meinung wieder.

 

Bravo, ihr Meister und Räte. Einstimmig den Wasserpreis erhöht. Welch eine Glanzleistung!

Es klingt mir noch aus dem Wahlkampf in den Ohren: „Wir wollen uns zum Wohl des Bürgers einsetzen“. Nix da – der „Bürger“ wird überrollt von Beschlüssen und Kosten. Nahezu mit Waffengewalt wurde vor ca. 3 Jahren durchgesetzt, dass Schwürbitz an das gemeindliche Wassernetz angeschlossen wird und dafür das „ach so teure“ Fernwasser gekündigt wird. „Die Einsparungen daraus, sorgen für einen stabilen Wasserpreis“, war damals zu hören. Alle Einwände und Bedenken von Leuten, die sich intensiv mit der Materie befasst haben, wurden ignoriert. Also wurde Geld ausgegeben, unser Geld! Dieses „floss“ in den neuen Hochbehälter, in neue Verbindungsleitungen und dann wurde abkassiert, mehrfach. Und weil man „Angst“ hatte, eine weitere Rechnung (es wurden „nur“ 90 % der Kosten direkt umgelegt) an die Privathaushalte würde wieder zu einer Welle von Protesten führen, wählte man den Weg der Wasserpreiserhöhung. Die spürt man ja nicht sofort und so deutlich, nicht wahr? Oh doch, man spürt sie, handelt es sich doch um eine Preiserhöhung von 32 %! Beispiellos! Und wenn diese Michelauer Kröte geschluckt ist, leitet man in die Leitungen eines Teils der Haushalte von Schwürbitz das Kalkwasser, welches nach Worten des damaligen Bürgermeisters für weniger als 20 Cent, ja fast kostenlos, aus dem Boden sprudelt. Und weil dies nicht reicht, schiebt man seitens des jetzigen Gemeindechefs sicherheitshalber nach, dass in drei Jahren der Preis nochmals erhöht werden wird. Dann weiß „man“ ja schon mal Bescheid und vielleicht fällt der Gemeinde ja noch eine „Verbesserungsmaßnahme“ ein. Fast hat man den Eindruck, als gäbe es in Michelau auch eine Geldvernichtungsmaschine. Ach nein, das ist viel zu hart ausgedrückt. Es sind die n ö t i g e n Investitionen, die das Geld kosten. Investitionen die man im Bezug auf die Wasserversorgung von Schwürbitz gar nicht hätte tätigen müssen! Aber ich weiß schon, man darf ja nicht nur Schwürbitz betrachten. Dafür werden aber nur in Schwürbitz die Haushalte in privilegierte und weniger wichtige Wasserempfänger gespalten und tatsächlich ist im Gespräch mit Bewohnern der „Hochzone“ schon mal zu hören. „Ist mir doch egal, solang ich das bessere Wasser behalt“. Welch geniale Lösung!

Von den Kosten die eine junge Familie für Ernährung, Kindergarten und Schule ihrer Kinder zu tragen hat, von steigenden Energie- und Spritkosten, Krankenkassenbeiträgen und Steuern will ich hier gar nicht reden. Unpopulär! Dafür „wandeln“ wir demnächst im dringend nötigen Korbmuseumsanbau und auf dem Kirchplatz der ja sooo schön und kostengünstig hergerichtet wurde.

 

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