100 Jahre Fronleichnamsaltäre in der Pfarrei Herz-Jesu
Das diesjährige Fronleichnamsfest der Pfarrei Herz-Jesu steht ganz im Zeichen des Jubiläums „100 Jahre Fronleichnamsaltäre in Schwürbitz“.
Nachdem die Schwürbitzer Herz-Jesu Kirche in der Zeit vom 8. Mai 1898 bis 1. Oktober 1899 erbaut wurde, kam erst mit Kuratus Georg Krümmer am 1. Oktober 1906 der erste Priester nach Schwürbitz. In der alten Kirchenchronik wird berichtet, dass am 15. Januar 1908 die erste Wahl der Kirchenstiftungsverwaltung stattfand. Gewählt wurde damals Erhard Vogel (früherer Bürgermeister und Initiator des Kirchenbaues) als Stiftungsverwalter, Schwürbitz,
Matthäus Amon, Schwürbitz, Johann Söllner, Schwürbitz und Erhard Schnapp aus Neuensee.
Nach Übereinkommen hatten damals nachstehende Personen die Errichtung der Altäre für die Fronleichnamsprozession übernommen:
- Johann Vogel, Metzger Haus Nr. 102, heutige Metzgerei Alfred Vogel, Schwürbitz, Fugmannsberg 3,
- Matthäus Amon, Kaufmann Haus Nr. 33, heutiges Anwesen Familie Georg Güthlein, (Familie Hetzel), Schwürbitz, Brunnenstraße 5,
- Andreas Söllner, Sattlermeister, heutiges Anwesen der Familien Lore Berwind/Alfons und Antonie Dümlein, Schwürbitz, Michelauer Str. 23,
- Nikolaus Klemenz, Korbmacher Haus-Nr. 122, heutiges Anwesen der Familien Elisabetha Klemenz und Rita Zimmermann, Schwürbitz, Kirchstraße 12.
Nachträglich wurde noch berichtet, dass von Frau Dorothea Mayer, Ehefrau des Herrn Johann Mayer, Haus-Nr. 38, im Jahr 1907 ein Kreuz mit Christusbild in der Göritze errichtet wurde, um bei Flurumgang dort einen Altar aufzustellen.
Beim Flurumgang stellten damals folgende Familien die Altäre auf:
- Johann Wagner, Korbmacher,
- Johann Plötz, Ökonom (später Familie Ritzel),
- Michael Seubold, Korbmacher und
- Johann Söllner, Postmeister.
Leider konnte damals zwei Jahre lang wegen schlechten Wetters kein Flurumgang abgehalten werden.
Nun, die frühere Flurumgangsstrecke ist den heutigen Gläubigen nicht mehr bekannt.
Sie verlief wohl rechts der Herz-Jesu Kirche, im Bereich Göritze - „Zur Hege - Reuthenweg - Coburger Straße“ und zurück ins Gotteshaus.
Seit vielen Jahrzehnten (bekannt seit den 30iger Jahren) geht nun der Flurumgang über den Göritzenweg, Birkenweg, Michelauer Straße, in die Erhard-Vogel-Straße zurück ins Gotteshaus.
Die Altäre werden von folgenden Familien gestellt:
- Manfred Höppel, Schwürbitz, Göritzenweg 8,
- Barbara Widenka, Schwürbitz, Michelauer Straße 75,
- Herbert Krapp, Schwürbitz, Michelauer Str. 46.
Der vierte Altar wurde an unterschiedlichen Stationen aufgebaut. So in früheren Jahren von der Schwesternstation, später dann am Pfarrzentrum, in den letzten Jahren ebenfalls von den Familien Lore Berwind/Alfons und Antonie Dümlein, Schwürbitz, Michelauer Str. 23.
In diesem Jahr kommt neu hinzu:
Familie Jürgen Fleischmann, Schwürbitz, Birkenweg 33 (Dankenswerter Weise hat sich Familie Fleischmann in diesen Tagen dazu bereiterklärt, wobei die lange Birkenwegstrecke nun ebenso einen Altarplatz im Schatten des Göritzenwaldes erhält.
Für all diese Familien ist und war es immer eine besondere Ehre, die Altäre zu Fronleichnam und Flurumgang (jeweils am Sonntag nach Fronleichnam) aufzustellen.
Die Pfarrei Herz-Jesu Schwürbitz zeigt sich immer erfreut und dankbar, dass sich diese Familien für die Prozessionen mit Altären engagieren, so Pfarrgemeinderatsvorsitzender und Kirchenarchivar Horst Habermann.
hh
Altar der Familie Vogel
Altar der Familie Hetzen/Güthlein
Altar der Familie Dümlein/Berwind
Altar der Familie Klemenz/Zimmermann