Amtseinführung von Dekan Michael Schüpferling

Seit dem 1. März ist der Marktgraitzer Pfarrer Michael Schüpferling Dekan im Landkreis Lichtenfels. Seine offizielle und feierliche Einführung war am Ostermontag. Wie zu erwarten, war die Kirche bis zum letzten Platz gefüllt.
Musikalisch gestaltete „Pace e Bene" unter der Leitung von Stefanie Berg die Feier. Die Orgel spielte Dr. Beume aus Bad Staffelstein. Der Altarraum war mit Blumen und Kerzen festlich geschmückt - ein ganz besonderer Tag für den Geistlichen und die Pfarrei Marktgraitz, die nun Dekanatspfarrei ist.

Regionaldekan Günter Hübner aus Kronach dankte zu Beginn dem ehemaligen Dekan Hellgeth für seine langjährige Tätigkeit, „in der Führung mit dem Herrn ein Vergelt‘s Gott". Dem neuen Dekan Schüpferling überreichte er ein Kreuz, mit dem Wunsch, dass er mit Gottes Hilfe seinen Verpflichtungen nachkommen werde.
Als neuer Dekan sagte Pfarrer Schüpferling den vielen Besuchern: „Es geht nicht um mich. Es geht um Jesus Christus, den Auferstandenen". In seiner Predigt ging er auf das Vatikanische Konzil ein, das, wie er ausführte, die Gemeinschaft betone. „Im Landkreis Lichtenfels leben 75 000 Menschen. Davon sind 45 000 Katholiken. Sie sind alle auf einem Pilgerweg, auf dem ich sie begleiten will", sagte er. Schüpferling übe nun ein Amt mit Würde aus, das aber auch eine Bürde sein könne. Er wolle die Botschaft Jesu betonen. Die Heilige Schrift sei wie eine Landkarte, die den Weg für das Lebens aufzeige. Dass die Menschen diesen Weg richtig gehen, darin sehe er seine Aufgabe.
Regionaldekan Hübner wünschte dem neuen Dekan, dass es ihm nicht ergehe, wie den beiden Jüngern aus Emmaus, die ihren Herrn nicht erkannten. Er solle seinen Mitmenschen in die Augen sehen und das Richtige erkennen.
Dekanatsvorsitzender Fath überreichte Dekan Schüpferling und seinem Stellvertreter Wolfgang Scherbel je einen Blumenstock. Der sei ihnen zur Pflege anvertraut, wie die Gläubigen im Dekanat. Er wünschte „eine glückliche Hand und Gottes reichen Segen".


Mit herzlichen Worten gratulierte auch der evangelische Dekan Grünwald aus Michelau, der das Gemeinsame im christlichen Glauben betonte „auf unserer Pilgerreise, mit dem besonderen Ziel, dass wir uns Brüder nennen". Weiter nannte es der evangelische Bruder keinen Zufall, dass der Jüngste zum Dekan gewählt wurde. „Denn der kann das meiste tragen". Er wünschte viel Kraft für das neue Amt und „dass wir zusammen harmonieren. Wenn wir gemeinsam auftreten, sind wir glaubwürdiger", meinte er weiter. Er überreichte dem neuen Dekan ein kleines Kreuz mit einem bunten Blumenkranz darum, der die Buntheit des Lebens zum Ausdruck bringen solle. Namens des Landkreises gratulierte Landrat Reinhard Leutner, der als geborener Marktgraitzer hier ein „Heimspiel" hatte. Zum ehemaligen Dekan Hellgeth habe sich laut Leutner eine Freundschaft entwickelt, was wohl heißen möchte, dass dies mit dem „Neuen" auch so werden möge.
Nach all den schönen Reden lud Dekan Michael Schüpferling in den Saal des Pfarrzentrums ein. Dort gab es ein reichhaltiges Büfett, zubereitet von den Pfarrgemeinderätinnen, die sich wieder mal als gute Geister der Pfarrei erwiesen. Dekan Schüpferling wurde hier mit großem Beifall begrüßt und er wünschte ein paar schöne Stunden mit harmonischen Gesprächen.
Eine Überraschung gab es dann noch. Die Blaskapelle hatte sich spontan zusammengefunden, um dem neuen Dekan im Saal des Pfarrzentrums ein Ständchen zu spielen.
Drei flotte Märsche boten die Musiker unter der Leitung von Hans Deuerling.
Und ein zusätzliches Musikstück der Blaskapelle gab es dann noch für die Pfarrsekretärin Regina Kohmann-Jahreis, die an diesem besonderen Tag ihren Geburtstag feiern konnte.
-fjs- /hh