"Ich war noch niemals in New York.."

Glanzvolles Osterkonzert der Blaskapelle Schwürbitz

Die Blaskapelle Schwürbitz hat ein weiteres Mal ihr Können unter Beweis gestellt und zu einem großartigen Osterkonzert nach Schwürbitz eingeladen. Leider konnte die Turnhalle Schwürbitz nicht alle Besucher fassen, die sich auf diesen Abend gefreut hatten.

Die 35 Akteure betraten in Reih und Glied die Halle und wurden mit Applaus empfangen. Halle und Tische waren herrlich geschmückt und gleich zu Beginn brachte die Kapelle mit dem Stück „Musik ist Trumpf“ das Motto des Abends in hervorragender Art und Weise dar. Die Einblendungen an der Großleinwand und die Professionalität mit der das Musikstück gespielt wurde ließen große „Samstag-Abend-Unterhaltung“ der 1970/80iger Jahre wieder aufleben.  Danach trat der Vorsitzende der Blaskapelle Oswald Bauer an das Mikrofon und begrüßte die Gäste von Herzen. Sein besonderer Gruß galt den drei Bürgermeistern der Großgemeinde sowie Josef Breunlein von der Sparkasse, der auch bei den vergangenen Korbmärkten die Blaskapelle herzlich empfing, Pfarrer Martin Ninaparampil, Geistlichen Rat Pfarrer Wolfgang Scherbel, die befreundeten Schützen aus Neuensorg, allen Schwürbitzer Vereinsvertretern sowie den befreundeten Kapellen, allen voran die Musiker aus Marktzeuln. Als neuen Moderator stellte Oswald Bauer den ehemaligen Vorstand der Schwürbitzer Blaskapelle Alfred Witzgall vor, der das Konzert bereits vor 15 Jahren moderiert hatte.

„The Olympic Spirit“, der olympische Geist wurde anschließend vorgetragen und man spürte bereits bei diesem zweiten Musikstück, dass dabei sein heute alles bedeutete und wie glänzend die Kapelle aufgelegt war.  In seinem Grußwort bescheinigte erster Bürgermeister Helmut Fischer der Kapelle einen hervorragenden Leistungsstand. Bei seinem „Willkommen in Michelau“ grummelte es allerdings in der Halle und so manche(r) konnte sich den Ruf „Schwürbitz“ nicht verbieten.

Filmmusik war dann angesagt. Der Marsch „Colonel Bogey-Marsch“ aus dem  Spielfilm „Die Brücke am Kwai“ ist weltberühmt. Beeindruckende Bilder vom Fluß „Kwai“ zwischen Thailand und Birma hatte Jürgen Fleischmann vorbereitet, die er professionellen zu den Klängen der Blaskapelle auf der Großleinwand präsentierte.

Mit dem Stück „Happy Trombones“ wurde ein erster Höhepunkt des Abends geschaffen. Vier Solisten an der Posaune sorgten für „Big-Band-Sound“ und heizten der Halle gehörig ein. Peter Lutter, Thomas Ament, Matthias Kremer und Harald Müller zeigten, dass es richtig Spaß macht, die „Fröhlichen Posaunen“ darzubieten. Anschließend standen Ehrungen auf der Tagesordnung. Der Kreisvorsitzende des Nordbayerischen Musikbundes Horst Sünkel zeichnete 5 aktive Musiker aus. Karina Gerullis wurde mit dem Jungmusiker Leistungsabzeichen D 1 in bronze belohnt. Benedikt Kremer mit dem Jungnusiker-Leistungsabzeichen in silber (D2). Nadine Stettner durfte sich für 10 Jahre aktives Musizieren  die bronzene Bundesnadel anheften lassen und Harald Müller wurde mit der silbernen Bundesnadel für 20-jähriges musizieren ausgezeichnet. Konrad Kremer wurde mit der seltenen goldenen Bundesnadel mit Diamant für 40-jähriges aktives musizieren ausgezeichnet.

Eine besondere Auszeichnung, die goldene Ehrenmedalie mit Diamant und Urkunde, konnte Alois Thiem in Empfang nehmen. Der seit 1957 aktive Musiker und Gründungsmidglied hat bereits seit 1963 den Posten des Geschäftsführers inne und hält seither das Geld innerhalb der Kapelle zusammen.

Johannes Hennemann galt der nächste Auftritt. Stilecht in bayerischer Tracht kam er mit seinem Alphorn auf die Bühne und sorgte mit dem Stück „Bergzauber“ für ausgezeichnete Stimmung. Hervorragend von der Kapelle begleitet gelang ihm an diesem Abend jeder Ton aus seinem für oberfränkische Verhältnisse seltenen Instrument.

Bei der Ansage des nächsten Musikstückes hatte sogar der ansonsten souverän agierende Moderator des Abends Alfred Witzgall mit der Fasson zu kämpfen. Ging es doch um den Lieblingsmarsch von Michael Beck. Michael Beck verstarb im Herbst des letzten Jahres und hatte bis dahin 13 mal das Osterkonzert moderiert. Er war amtierender Schwürbitzer Schützenkönig und hatte sich vorgenommen, das Osterkonzert 2008 mit der Schützenkönigskette zu gestalten. Einige eingeblendete Bilder und der ausgezeichnete Vortrag der Blaskapelle erinnerten an diesen großen Menschen – Michael Beck.

Nach der Pause spürte man förmlich die vollste Konzentration und Hingabe, welche im Stück „Space and Beyond“ lagen. Das Musikstück um Star Trek, Raumschiff Enterprice und ganz großes Kinoerlebnis wurde von den Akteuren so eindrucksvoll dargebracht, dass man die Faszination der Zuhörer in den Augen jedes einzelnen ablesen konnte. Der vollste Einsatz des Dirigenten Oswald Kremer und seiner hervorragend eingestimmten Vollblutmusiker machte es möglich. Dies gelang auch beim nächsten Stück „Piraten der Karibik“. Ganz große Filmmusik wurde dargebracht und der Moderator stellte auf lustige Art und Weise die Besatzung des Piratenschiffes, der Black Pearl, mit den anwesenden Prominenten neu zusammen. Da bekam schon mal Pfarrer Ninaparampil den Küchenjob und Kapitän Fischerman musste sich mit Paul Habich die Brücke teilen.

Das die Blaskapelle sich nicht um die Zukunft sorgen muss, stellte eindrucksvoll die Bläserjugend unter Beweis. Da standen 15 Jungmusikerinnen und Musiker vor den vielen Gästen und wurden von Alfred Witzgall namentlich vorgestellt. Das Schülerblasorchester unter der Leitung von Peter Lutter und Julia Stettner wurde als „Schatz der Blaskapelle“ bezeichnet.

In die 60iger Jahre zurückversetzt fühlte man sich bei „Hair“, dem nächsten Stück des Abends. Die Melodien aus dem gleichnamigen Musical wurden ebenfalls vollkommen authentisch dargebracht und manch einer schwelgte in vergangenen Tagen. Eindrucksvolle Musicalmusik war es auch beim Stück „Der König der Löwen“. Die Hintergrundbilder und der satte Sound machten auch dieses Musikstück zum Erlebnis.

Was die Blaskapelle aber mit den nächsten beiden Stücken bot, war so noch nie auf einer Bühne zu sehen. Umgezogen, im schwarzen Anzug, mit Mikrofon, verträumt und fast schon entrückt sang Dirigent Oswald Kremer, frei nach Udo Jürgens „Ich war noch niemals in New York...“. Und noch während dieses Liedes blendete man das Lied „New York, New York“ ein. Am Mikrofon nun Daniela Spörlein im Abendkleid mit ausgezeichneter Harmonie zur Blaskapelle. Die vorher von der Bläserjugend verteilten Leuchtstäbchen, mit denen das Publikum im Takt mit swingen konnte taten ein weiteres. Man wähnte sich abgehoben und so manche Zuhörerin musste sich eine Träne verdrücken, so eindrucksvoll war die Darbietung.

Mit dem offiziell letzten Stück des Abends „The Great Pretender“ ging ein eindrucksvoller Abend zu Ende. Martin Gmell als Solist an der Trompete entführte die Gäste noch einmal mit großer Musik und natürlich wurde lautstark „Zugabe“ gerufen. Das die Kapelle mit dem „Schwürbitzer Lied“ auch wieder den „Nerv“ der Gäste traf, spürte man buchstäblich. Auch mit Zugabe Nummer Zwei „Italo Pop Classics“ bebte die vollbesetzte Halle noch einmal.

Oswald Bauer, der Vorsitzende der Blaskapelle, dankte vor allem dem Publikum für einen großartigen Abend. Er nannte die vielen Helfer hinter den Kulissen als große Stützen. Von der Schankmannschaft über die Bedienungen bis hin zur Freiwilligen Feuerwehr und den Inserenten wurde jeder mit Dank bedacht und Oswald Bauer lud bereits heute zu den vielen Abenden ein, bei denen die Blaskapelle ihre Darbietungen wieder unter Beweis stellen darf.

Mit einem Gläschen Sekt feierte man nach Mitternacht nicht nur den Geburtstag von Klarinetistin Silke Schulz sondern auch ein rundum gelungenes Osterkonzert 2008. sm

 

HOME

© copyright 2008 schwuerbitz.net
Design by: schwuerbitz.net