Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr
Neues Fahrzeug LF 10/6 absoluter Höhepunkt / 2.002,25 Gesamtstunden geleistet

Die Anschaffung und Einweihung des neuen Fahrzeuges Mercedes-Benz, Aufbau Rosenbauer,
„ LF 10/6“, war der absolute Höhepunkt im abgelaufenen Jahr der Freiwilligen Feuerwehr Schwürbitz, so Erster Vorsitzender Markus Heid am vergangenen Freitag anlässlich der Jahreshauptversammlung im Schulungsraum des Feuerwehrgerätehauses.
Hoffnungsträger sind die Jugendlichen, die vorher Neuwahlen durchgeführt hatten.
Allerdings gab es heftige Kritik an der Kreisführung, nachdem die Schwürbitzer Feuerwehr als erste Wehr im Landkreis Lichtenfels fürs „Bahnerden“ (Bahnoberleitung) ausgebildet wurde (mit Gemeinderatsbeschluss) und leider bei den Alarmierungen (Alarmierungsplan) übergangen wird.
Damals hatte sich keine weitere Feuerwehr im Landkreis Lichtenfels dafür interessiert.
Man habe sogar eigenständig extra eine „Bahnerden-Übungsanlage“ neben dem Feuerwehrhaus errichtet, um jährlich vier Übungen abzuhalten, so der erboste Feuerwehrmann Siegfried Stettner.
Wenn es weiter Nichtalarmierungen für Schwürbitz gibt, könne man ja mit den Übungen aufhören, so der Tenor der Schwürbitzer Feuerwehr.
Erster Vorsitzender Markus Heid konnte anlässlich der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Schwürbitz nach seinem fünften Vorstandsjahr eine positive Bilanz vorlegen.
Heid zeigte sich erfreut, dass die Freiwillige Feuerwehr 2.002,25 Gesamtstunden geleistet hat.
Der besondere Gruß galt Zweiten Bürgermeister Klaus Krügl, den Gemeinderäten Roland Braun und Sabine Weich, Kreisbrandmeister Jürgen Sliwinski sowie den Ehrenmitgliedern Rudolf Plötz, Reinhold Bauer, Georg Vogel jun. und Gerd Schnapp.
Jahresberichte, Ehrungen verdienter langjähriger Feuerwehrmänner und Aufnahme junger Nachwuchskräfte standen dann im Vordergrund der Jahreshauptversammlung.
Nach einem stillen Gedenken der verstorbenen Feuerwehrkameraden gab Erster Vorsitzender Markus Heid einen umfassenden Jahresbericht.
Neben gesellschaftlichen Veranstaltungen, kirchlichen Anlässen und Feuerwehrfesten standen diverse Einsätze im Vordergrund.
Wiederum hat die Schwürbitzer Feuerwehr enorme Freizeitstunden geopfert, um für das Gemeinwohl sowie dem Schutz am Nächsten präsent zu sein.
Weitere Höhepunkte waren die Winterwanderung, das Schlachtfest im Gerätehaus, der Floriantag in Michelau, das Familien-Grillfest, das Sommerfest, die Herbstdienstversammlung, die Anschaffung und Einweihung des neuen Fahrzeuges LF 10/6, sowie Weihnachtsfeier.
Lobesworte fand Heid auch für die Jugend mit ihrem engagierten Jugendwart Tobias Gebhard, seinen aktiven Feuerwehrleuten einschließlich Führungskräften, sowie allen Helfern.
Sie waren alle Feuerwehrleute bei verschiedenen Übungen, Einsätze, sowie gesellschaftlichen und kirchlichen Anlässen präsent.
Der besondere Dank galt dem jungen Feuerwehrkommandanten Patrik Lindner, der sein erstes Vereinsjahr sehr gut über die Bühne gebracht habe.
Der Vorsitzende führte weiter aus, dass bei nächster Gelegenheit eine Winterwanderung mit Familien durchgeführt wird.
Am 6. Februar findet das traditionelle Schlachtfest statt.
Am 8. Mai 2010 wird in Schwürbitz der traditionelle Florianstag abgehalten.
Das Sommerfest wird am 14. August abgehalten.
Im nächsten Jahr werden Neuwahlen durchgeführt und gleichzeitig ein Festausschuss gegründet, nachdem in der Zeit vom 14. bis 16. Juni 2013 das 150-jährige Vereinsjubiläum gefeiert wird.
Freude bereitet die Kinderfeuerwehr, die von Gabi Lindner, Ingrid Funk und Franz Gebhardt betreut wird.
Man wünsche sich allerdings mehr Schwürbitzer Kinder.
Kinder im Alter von sechs bis elf Jahren sind herzlich willkommen.
Markus Heid dankte besonders der Gemeinde Michelau mit ihrem Bürgermeister Helmut Fischer und allen Gemeinderäten für das gute Miteinander.
Die Gemeinde habe immer ein offenes Ohr für die Belange des Feuerwehrwesens.
Erster Kommandant Patrik Lindner berichtete, dass die Wehr einen Stand von 39 Aktiven, 8 Jugendlichen und 94 passiven Mitgliedern habe.
2009 wurden bei 22 Feuerwehrübungen 634,50 Stunden und bei 10 Atemschutzübungen 66,50 Übungsstunden geleistet.
Bei vier Übungen zur Erdung der Bahnoberleitung wurden 40,75 Stunden geleistet.
Folgende Lehrgänge wurden besucht:
Lehrgang zum Erden der Bahnoberleitung durch Christian Bauer, Bejamin Heine, Marcel Heine, Kevin Lindner und Daniel Motschenbacher.
Die Schulung dauerte sieben Stunden.
Eine Nachschulung zum erden der Bahnoberleitung besuchten Oswald Bauer, Bernhard Dumproff, Ottmar Fleischmann, Markus Heid, Patrik Lindner, Uwe Lindner und Siegfried Stettner. Diese Schulung dauerte zwei Stunden.
Zwölf Feuerwehrkameraden nahmen an einem 8-stündigen Lehrgang für „Hochwasserschutz“ teil.
Dies waren Stefan Bauer, Christian Bauer, Oswald Bauer, Bernhard Dumproff, Andreas Funk, Markus Heid, Marcel Heine, Daniel Motschenbacher, Nadine Stettner, Siegfried Stettner, Alfons Thierauf und Otmar Wich.
An einer Schulung zur Führung und Leitung im Einsatz mit 8 Stunden nahmen Oswald Bauer, Markus Heid, Patrik Lindner, Uwe Lindner und Siegfried Stettner teil.

Den Lehrgang Truppmann Teil I mit 50 Stunden absolvierten Mike Kober und Daniel Sittig.
Zu Maschinisten ließen sich in einem Lehrgang mit 18 Stunden Benjamin Heine, Marcel Hein e, Kevin Lindner und Daniel Motschenbacher ausbilden.
An einem Lehrgang für Motorsägenführer mit 11 Stunden nahm Kevin Lindner teil.
Im Mai 2009 wurde eine Leistungsprüfung mit zwei Gruppen abgehalten, welcher 234,50 Übungsstunden vorausgingen.
Stufe II; Tobias Gebhardt, Daniel Motschenbacher, Kevin Lindner und Nadine Stettner.
Stufe IV; Markus Heid, Benjamin Heine, Marcel Heine, Manuela Wich.
Stufe V; Stefan Bauer und Patrik Lindner.
Stufe VI; Oswald Bauer.
Die Hydranten in Schwürbitz wurden von der Wehr im Herbst 2009 gefettet und winterfest gemacht.
Die Feuerwehr leistete bei 3 Brandeinsätzen mit 39 Feuerwehr-Dienstleistenden 32 Einsatzstunden.
Bei 17 Sicherheitswachen mit 124 Feuerwehr-Dienstleistenden kamen 452 Stunden zusammen.
Dagegen bei 10 technischen Hilfeleistungen waren 56 Leute mit 174 Stunden im Einsatz.
Die Gesamtstunden aus Feuerwehr-Einsätzen, Übungen und Lehrgängen beliefen sich auf 2.002,25 Stunden.
Die Wehr nahm an vier Feuerwehrfesten im Landkreis teil.
Im Mai 2009 wurde der Floriantag mit Ehrungen in Michelau abgehalten.
Neu in die Wehr wurden Tina Petschner, Steffen Geiger, Christopher Heumann und Philipp Bürk aufgenommen.
Aus der Jugendfeuerwehr wurden Nadine Stettner und Jenny Wich aufgenommen.
Jugendwart Tobias Gebhardt berichtete, daß die Jugend verschiedene Stunden in Feuerwehrtechnischer Ausbildung, Allgemeiner Jugendarbeit, Freizeit, sowie für Ausbildungsvorbereitungen hinter sich gebracht hatte.
Insgesamt belief sich die Stundenzahl der der Jugendlichen und ihren Ausbildern auf 548 Stunden.
Ein Erlebnis war der Ausflug in den Erlebnispark sowie der Aufbau beim Sommerfest.
Beim Schlachtfest wurde tatkräftig geholfen.
An der „Jugendflamme“ wurde teilgenommen.
Bei kirchlichen Anlässen war die Jugend immer präsent und half bei Fahnenabordnungen ebenso mit.
Für den verhinderten Schriftführer Alexander Klose erstattete Zweite Vorsitzende Gabi Lindner einen umfassenden Jahresbericht und ließ sämtliche Einsätze, Veranstaltungen usw. Revue passieren.
Dabei hob sie besonders die Einzelheiten der letzt jährigen Jahreshauptversammlung hervor, wo die Wehr viele Stunden Einsatz erreichte.
Gabi Lindner dankte besonders allen Vorstandskollegen für die vorbildhafte Zusammenarbeit im abgelaufenen Jahr.
Dem ausführlichen Finanzbericht von Siegfried Stettner konnte Kassenprüfer Ottmar Fleischmann geordnete Kassenverhältnisse aussprechen.
Stetter hob nochmals die einzelnen Anschaffungen aus der Vereinskasse hervor.
Zweiter Bürgermeister Klaus Krügl entbot die Grüße der Gemeinde Michelau.
Er hob die Einsatzbereitschaft, die Kameradschaft und die Leistungsstärke der Schwürbitzer Feuerwehr besonders hervor, wo viele Stunden in Freizeit geleistet werden.
Die Gemeinde sei mit allen Kommandanten, Führungskräften und aktiven Feuerwehrleuten sehr zufrieden, wo doch die Feuerwehrleute zum Schutz und Wohl aller Bürger zur Verfügung stehen.
Krügl zeigte sich besonders über die Jugendarbeit erfreut, wo man nun eine Kinderfeuerwehr ins Leben rief. Es ist nicht immer selbstverständlich, daß sich so viele junge Leute für das Feuerwehrwesen interessieren.
Dass nun in Schwürbitz eine Kinderfeuerwehr vorhanden ist, ist umso erfreulicher.
Dies habe er bisher im Gemeindebereich noch nicht gehört. Schwürbitz ist hier mal wieder Vorreiter und dürfte keine Nachwuchssorgen haben..
Immer wieder war die Wehr gefordert und leistete vorbildlichen Einsatz. Für die Gemeinde Michelau ist es immer sehr wichtig, zu wissen, dass das Feuerwehrwesen gut läuft.
Hinsichtlich der Anschaffung des neuen Feuerwehrfahrzeuges für Schwürbitz“ zeigte sich das Gemeindeoberhaupt erfreut, wo es nun gilt, die entsprechende Technik zu beherrschen.
Leider sind in Zukunft die Finanzen der Gemeinde Michelau gestrafft.
Zweiter Bürgermeister Klaus Krügl dankte im Namen der Gemeinde, daß sich die Feuerwehrleute zum Schutz und Wohl aller Bürger zur Verfügung stellten.
Er wünschte der Feuerwehr weiterhin verantwortungsvolles Wirken und gute Zusammenarbeit.
Kreisbrandmeister Jürgen Sliwinski übermittelte die Grüße des Kreisbrandrates.
Er zeigte sich über die Leistungsbereitschaft der Schwürbitzer Wehr erfreut, die über die Gemeindegrenzen im Landkreis tätig war.
Die Einsätze mit Übungseinsätzen wurden wiederum engagiert durchgeführt..
Er lobte die gut ausgerüsteten Feuerwehren in der Gemeinde Michelau, die viele ehrenamtliche Stunden leisten.
Leider wird dies von der Bevölkerung oftmals nicht so erkannt.
Auf die vielen Jungen Leute kann Schwübitz sehr stolz sein. Dies verdient besonderer Anerkennung.
Der Nachwuchs sei in Schwürbitz in guten Händen. Wenn nun die Gemeinde Michelau ein neues Fahrzeug angeschafft hat, ist dies eine feine Sache. Dieses Staffelfahrzeug wird dann wohl im Landkreis öfters im Einsatz sein, zumal es demnächst keine Stützpunktfeuerwehren mehr gibt.
Sliwinski stellte dann das Plüschtier „Grisu“ (kleiner Drachen) vor, welcher für 5,-- Euro (4,50 Euro) erworben werden kann.
Er kommt einem Hilfsprojekt bzw. einer guten Sache zu Gute.
Hier wird Leuten geholfen, die plötzlich in Not geraten sind.
Anschließend wurden folgende junge und auch verdienstvolle und langjährige Feuerwehrleute geehrt:
Beförderung zum Feuerwehrmann/Feuerwehrfrau
Pia Bauer,
Nadine Stettner,
Jennifer Wich,
Tina Petschner,
Steffen Geiger.
Beförderung zum Oberfeuerwehrmann
Tobias Gebhardt
30 Jahre Dienstzeit
Bernhard Dumproff,
Otmar Wich.
25 Jahre im Feuerwehrverein Silberne Ehrennadel
Klaus Wich
40 Jahre im Feuerwehrverein
Hans Dümlein,
Hartmut Müller.
Beförderung zum Löschmeister
Patrik Lindner
Ehrenkommandant Rudolf Plötz bemängelte, dass für die Führungskräfte die Warteliste der Lehrgänge zeitlich zu lange nach hinten ausgedehnt werde.
Leider können erst in einigen Jahren Lehrgänge besucht werden.
Plötz stellte gleichzeitig die Freizeitopfer der Feuerwehr in den Vordergrund, wo die Feuerwehrleute immer für die Sicherheit und dem Wohl der Bürger sorgen.
Kreisbrandmeister Jürgen Sliwinski wird sich der Sache annehmen.
Pfarrgemeinderatsvorsitzender und Kirchenrat Horst Habermann dankte anschließend der Feuerwehr im Namen der Pfarrgemeinde Herz-Jesu für den jährlichen Einsatz bei kirchlichen Anlässen, wie Prozessionen, Absperrmaßnahmen, insbesondere dem Geleitschutz anläßlich der Pfarrwallfahrt nach Vierzehnheiligen.
Er bat wiederum um weitere gute Zusammenarbeit und Hilfsmaßnahmen.
Er entbot die Grüße von Pfarrvikar Martin Ninaparampil.
Horst Habermann dankte gleichzeitig als Schriftführer des FC Schwürbitz für die verschiedenen Einsätze der Feuerwehr beim Fußballverein, wo besonders beim 100-jährigen Jubiläum wertvolle Dienste geleistet wurden.
Oswald Bauer, gleichzeitig Vorsitzender der Blaskapelle, dankte der Feuerwehr für die verschiedenen und hilfreichen Arbeiten während des Osterkonzertes der Blaskapelle.
Er wollte nochmals den Kostenfaktor bei Sicherheitswachen durch die Gemeinde geklärt wissen.
Ehrenmitglied Georg Vogel junior hob den Fortschritt und den Leistungsstand der Feuerwehr hervor.
Nachdem er 1943 in die Feuerwehr eingetreten ist, hat sich seit dieser Zeit viel gewandelt und verbessert.
Er bedauerte allerdings, dass im Dezember an einem Tag vier Weihnachtsfeiern sind und er als Mitglied der Cäcilia nicht gleichzeitig zur Feuerwehr kann.
Hier sollten die Vereine nach einer Lösung suchen.
Vogel überreichte anschließend einen Hand verlesenen Zwetschgenschnaps Marke „Schwürbitzer Vogelsberg“ (Eigenanbau).
Monika Dumproff wollte geklärt wissen, inwieweit eine Feuerwehrfrau bei Verkehrsabsperrungen gesichert bzw. versichert sei, nachdem es leider immer wieder unvernünftige Autofahrer gibt, so geschehen bei einem Festzug in Schwürbitz, wo sie gefährdet wurde.
In diesem Fall sollte das Kfz-Kennzeichen polizeilich ermittelt werden.
Kassier Siegfried Stettner bemängelte, dass die Schwürbitzer Feuerwehr bei Einsätzen der Bahnoberleitung (Erden) nicht alarmiert wird, obwohl man sich als erste Feuerwehr im Landkreis zur Verfügung stellte und dadurch die Ausbildung absolviert habe.
In Eigenleistung habe man sogar in Schwürbitz eine Übungsanlage gebaut.
Leider sei man nicht im Alarmierungsplan vorgesehen oder wohl vergessen worden.
Nachdem andere Wehren verständigt werden, fühle man sich benachteiligt.
Erster Kommandant Patrik Lindner dankte abschließend allen Leuten für die jeweilige Unterstützung.
Oswald Bauer stellte eine neue Baseballmütze vor, die ab sofort bestellt werden kann.
Die Neuwahlen der Jugendfeuerwehr wurden wie folgt durchgeführt;
Erster Jugendwart Tobias Gebhardt,
Zweiter Jugendwart Manuela Wich,
Erster Jugendsprecher Mike Kober,
Kassiererin Nadine Stettner,
Schriftführerin Tamara Stettner.
Bei einer schmackhaften Fränkischen Brotzeit war fürs leibliche Wohl gesorgt und ein gemütliches Beisammensein schloss sich an.
Text & Fotos: Horst Habermann